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Erste Malware fürs iPhone gesichtet

08.01.2008 | 10:31 Uhr |

Das erste schädliche Software-Paket für Apples iPhone wird als Firmware-Update getarnt angeboten. Es richtet zunächst keinen Schaden an, bei seiner Deinstallation gehen jedoch auch reguläre Anwendungen verloren.

Sicherheitsunternehmen warnen vor dem ersten Malware-Paket, das Apples iPhone zum Ziel hat. Es handelt sich dabei um ein vorgebliches Firmware-Update, das vor der Installation der neuen Firmware-Version 1.1.3 aufgespielt werden soll. Orla Cox vom Antivirus-Hersteller Symantec berichtet im Blog des Unternehmens über ein Software-Paket namens "iPhone firmware 1.1.3 prep", das technisch gesehen das erste Trojanische Pferd für das iPhone darstelle.

Wer diesen Schädling herunter lädt und installiert, wird zunächst keinerlei Effekt bemerken. Erst wenn das Programm wieder deinstalliert wird, beginnen die Probleme. Einige andere, vorinstallierte Anwendungen sind dann ebenfalls verschwunden, so etwa "Erica's Utilities" (eine Sammlung von Kommandozeilen-Tools) oder OpenSSH. Diese Programme müssen dann neu installiert werden.

Mark Harris vom britischen Antivirus-Hersteller Sophos und Leiter der Sophos Labs ergänzt im Sicherheits-Blog von Sophos , der Schädling solle angeblich von einem elfjährigen Jungen programmiert worden sein. Sophos habe bei einer Online-Umfrage ermittelt, dass 64 Prozent der Nutzer eines iPhones ihr Gerät mit Fremdprogrammen aufpeppen und dazu auch Sicherheitsmechanismen umgehen würden.

Wie so oft bei technischen Sicherheitsvorkehrungen bleibt also der Anwender als Schwachstelle erhalten, die über so genanntes Social Engineering ausgenutzt werden kann, um Schaden anzurichten.

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