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Betrüger versenden vorgebliche Abmahnungen

14.01.2011 | 14:15 Uhr |

Erneut werden im Namen eines Rechtsanwalts gefälschte Abmahnungen wegen vorgeblicher Urheberrechtsverletzungen verschickt. Die Empfänger der Mails sollen 100 Euro Schadensersatz per Paysafecard zahlen.

Derzeit werden vorgebliche Abmahnungen per Mail verbreitet, in denen den Empfängern angebliche Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Kriminelle Abzocker versenden diese Mails mit gefälschten Absenderangaben einer Berliner Anwaltskanzlei. Die Täter wollen offenbar vom schlechten Gewissen mancher Internet-Nutzer profitieren.

Die Mails kommen mit einem Betreff wie "Vorwurf der Urheberrechtsverletzung" und der Absenderangabe "Sasse und Partner Rechtsanwälte". Im Text heißt es, die Kanzlei vertrete die Senator Entertainment AG in Berlin und es gehe um eine "Klage wegen Urheberrechtsverletzung pornografischen Materials". Die vorgeblichen Verstöße sollen "von Ihrem Internetanschluß aus im sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk" begangen worden sein. Man sei verpflichtet "Ermittlungsakte bis zum 01.03.2011 der Staatswanltschaft [ sic! ] Berlin zurückzusenden".

Die Angeschriebenen werden aufgefordert einen "Schadensersatzanspruch von 100 Euro [...] sicher und unkompliziert mit einer PaySafeCard zu bezahlen", indem sie den 16-stelligen PIN-Code dieser Karte an eine angegebene Mail-Adresse senden. Der Mail-Schreiber betont, es handele sich dabei um ein "Mahn-Bußgeld" – das "offizielle Bußgeld für den Schadensersatzanspruch" betrage 800 Euro, falls ein Ermittlungsverfahren eingeleitet würde.

Die Berliner Kanzlei Sasse & Partner weist auf ihrer Website darauf hin, dass es sich bei diesen Mails um Betrugsversuche handelt. Echte Abmahnungen erfolgen stets per Post. Bereits im Oktober 2010 waren Online-Kriminelle mit der gleichen Masche auf Bauernfang.

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