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Einigung bei Seagate-Sammelklage

05.11.2007 | 13:55 Uhr |

Seagate wurde im Jahr 2005 von zwei Anwendern verklagt, da die Größenangaben zu den Festplatten-Kapazitäten nicht mit dem tatsächlichen, physikalischen Speicher der Laufwerke übereinstimmten. Nun haben sich die Parteien außergerichtlich geeinigt.

Ein GB ist ein GB? Nicht unbedingt, denn wie wohl nahezu jeder Anwender bereits feststellen musste, entspricht die Größenangabe "1 GB" auf einer Verpackung nicht unbedingt der tatsächlichen Kapazität eines Laufwerks. Ein Umstand, der Seagate in den USA im Jahr 2005 eine Sammelklage eingebracht hat.

Michael Lazar und Sarah Cho, zwei Seagate-Kunden reichten die Klage seinerzeit ein. In dieser warfen sie Seagate vor, dass die Speicherkapazität der Laufwerke rund 7 Prozent geringer sei, als vom Hersteller versprochen. Grund sei, dass der Hersteller für die Größenangabe der Laufwerke ein GB mit einer Milliarde Byte gleichsetzen würde. Korrekterweise seien ein GB aber 1.073.741.824 Byte, also rund 7 Prozent mehr.

Die außergerichtliche Einigung, die bei einer Anhörung am 7. Februar 2008 noch abschließend vor Gericht abgesegnet werden muss, sieht für betroffene Kunden eine prozentuale Kaufpreiserstattung beziehungsweise eine Entschädigung in Form kostenloser Software vor.

So sollen alle Kunden, die zwischen dem 22.03.2001 und dem 31.12.2006 in den USA eine Seagate-Festplatte erworben haben, bis 10.03.2008 die Möglichkeit erhalten, über ein Online-Formular Ansprüche gegenüber Seagate geltend zu machen. Eine Kaufpreiserstattung ist nur für Kunden möglich, die die Festplatten vor dem 1.1.2006 gekauft haben, 5 Prozent des Kaufpreises sollen sie dann von Seagate zurück erhalten. Hierfür müssen die Anwender die Seriennummer der Laufwerke beziehungsweise eine ausreichende Dokumentation (Rechnungen, etc.) einreichen. Anwender, die Festplatten zwischen dem 1.1.2006 und dem 26.9.2007 gekauft haben, sollen eine kostenlose Sicherungs- und Wiederherstellungs-Software erhalten.

Die Vereinbarung gilt nur für Laufwerke, die einzeln im Handel erworben wurden. Seagate-Festplatten, die beispielsweise als Teil eines Komplett-PCs erworben wurden, sind von der Klage nicht betroffen.

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