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Fallende Pentium-4-Preise begraben Celeron-Nachfrage

27.12.2001 | 13:29 Uhr |

Ein Trauerspiel für die Chipschmiede Intel ist derzeit das Verhältnis der Marktanteile zwischen dem Pentium 4 und dem Celeron. Der rasche Preisverfall beim Pentium 4, ausgelöst durch den Kampf gegen den Erzrivalen AMD, hemmt auch den Absatz des Celeron.

Ein Trauerspiel für die Chipschmiede Intel ist derzeit das Verhältnis der Marktanteile zwischen dem Pentium 4 und dem Celeron. Der rasche Preisverfall beim Pentium 4, ausgelöst durch den Kampf gegen den Erzrivalen AMD, hemmt auch den Absatz des Celeron.

Im dritten Quartal 2001 konnte der Celeron nur noch 20,9 Prozent Marktanteil für sich verbuchen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es immerhin noch 27,2 Prozent. Zu diesen Zahlen kommt das Marktforschungsinstitut Dataquest.

Im selben Zeitraum stellte Intel den Pentium 4 vor und dieser startete durch - von Null auf 23,9 Prozent. Zum Teil auf Kosten des Celeron-Prozessors.

Neben dem Preiskrieg zwischen AMD und Intel soll aber auch das veränderte Kaufverhalten der Anwender eine Rolle spielen. Diese seien heute, trotz des vorhandenen Preisunterschieds zwischen Low-End-PCs und High-End-PCs, mehr denn je dazu bereit, höhere Investitionen zu tätigen, so Nathan Brookwood, Analyst von Insight 64. Der Grund: Die meisten Käufer sind keine Neulinge mehr, sondern alte Hasen. Sie setzen ihre früher gewonnen Kauf-Erfahrungen um.

Intel selbst zeigt sich von der Entwicklung eher unbeeindruckt. Auf die Frage hin, was davon zu halten sei, wenn bei Dell ein Pentium-4-System günstiger sei als ein Celeron-System gab es von Intel eine präzise Anwort: "Es scheint, dass der Pentium 4 ein Schnäppchen ist."

AMD und Intel sehen positiv in die Zukunft (PC-WELT Online, 07.12.2001)

Intel senkt überraschend Preise (PC-WELT Online, 04.12.2001)

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