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Falcon-9 landet zum 3. Mal erfolgreich auf Schiff

30.05.2016 | 09:41 Uhr |

Die Falcon-9-Rakete ist nach dem Aussetzen eines Satelliten zum dritten Mal erolgreich zur Erde zurückgekehrt und auf einem Schiff gelandet. Ein Triumph für Elon Musk.

Update 30. Mai 2016: Dritte erfolgreiche See-Landung

Zum dritten Mal konnte SpaceX eine Falcon-9-Rakete erfolgreich auf einer Trägerplattform im Meer landen lassen. Konkret setzte wie gehabt die erste Stufe einer Falcon-9 auf dem Schiff auf. Das Schiff bewegte sich im Atlantik. Die zweite Stufe dieser Falcon-9 setzte einen 3,1 Tonnen schweren Satelliten im All in einer geostationären Umlaufbahn aus. Der Satellit soll die nächsten 15 Jahre TV- und Datensignale nach Südostasien senden.

SpaceX konnte in der Vergangenheit die erste Stufe einer Falcon-9 auch auf Land bereits erfolgreich landen lassen.

Update 10.5.: Video zeigt erfolgreiche Landung der Falcon-9 auf Schiff

SpaceX hat nun ein Video veröffentlicht, auf dem die kürzlich geglückte Landung einer Falcon-9-Rakete auf einem Schiff aus drei verschiedenen Winkeln zu sehen ist. Die Falcon-9 war am Donnerstag ins All gestartet und hatte einen JCSAT-14-Satelliten im Orbit ausgesetzt. Anschließend landete die Rakete wieder sicher auf der Erde.

Update 6.5.: Falcon-9 landet erfolgreich auf Schiff

SpaceX hat es tatsächlich geschafft, dass die am Donnerstag gestartete Falcon-9-Rakete erfolgreich zur Erde zurückgekehrt ist. Freitagvormittag setzte Stufe 1 der Falcon-9 auf einer Landefläche auf einem Schiff im Atlantik auf. Damit landete eine Falcon-9 zum insgesamt zweiten Mal erfolgreich auf einer schwimmenden Landeplattform und kehrte zum dritten Mal überhaupt zur Erde erfolgreich zurück – bei der ersten erfolgreichen Rückkehr landete die Falcon-9 auf dem Festland. Und zwar auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida.

Zuvor hatte die Falcon-9 erfolgreich einen japanischen Kommunikationssatelliten (JCSAT-14) in einer geostationären Umlaufbahn ausgesetzt. Dazu musste die Rakete vergleichsweise weit ins All fliegen, weshalb sie mit einer höheren Geschwindigkeit zur Erde zurückkehrte, als es bei der ersten erfolgreichen Landung auf See der Fall war. Die Hitzeentwicklung beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre war deshalb dieses Mal ebenfalls höher als bei der letzten erfolgreichen Rückkehr. Und es stand für den Rückflug weniger Treibstoff zur Verfügung, der zum Zünden der Bremstriebwerke benötigt wurde.

Die Falcon-9 setzte den japanischen Kommunikationssatelliten JCSAT-14 erfolgreich aus.
Vergrößern Die Falcon-9 setzte den japanischen Kommunikationssatelliten JCSAT-14 erfolgreich aus.
© SpaceX

Elon Musk war dementsprechend begeistert, nachdem die Landung trotz der erschwerten Umstände geglückt war.

Ende des Updates

SpaceX, das Raumfahrt-Unternehmen von Tesla-Gründer Elon Musk, schießt am Donnerstag wieder eine Falcon-9-Rakete ins All. Diese Falcon-9 soll genauso wie ihr Schwestermodell Anfang April 2016 wieder zur Erde zurückkehren und auf einer Landeplattform auf einem Schiff im Atlantik vor der Küste Floridas aufsetzen. Der Unterschied zu der erfolgreichen Landung von Anfang April ist aber: Dieses Mal muss die Rakete weiter ins All fliegen.

Die Falcon-9, die am Vatertag startet, soll einen japanischen Satelliten in eine geostationäre Umlaufbahn bringen. Dafür muss die Falcon-9 weiter ins Weltall fliegen als es Anfang April der Fall war, als die Falcon-9 eine Dragon-Transportkapsel zur Internationalen Raumstation ISS transportierte.

Die am Donnerstag startende Falcon-9 wird bei ihrem Rückflug zur Erde (nachdem sie den Satelliten ausgesetzt hat) weniger Treibstoff an Bord haben als es Anfang April der Fall war. Der Treibstoff wird aber für den Betrieb der Bremsdüsen benötigt, mit denen die Falcon-9 bei der Landung abbremst. Zudem ist die Falcon-9 dieses Mal einer größeren Hitze beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ausgesetzt. Der Landeversuch am Donnerstag dürfte also spannend werden, die Aussicht auf eine erfolgreiche Landung dürfte eher gering sein.

SpaceX experimentiert seit einiger Zeit mit wiederverwertbaren Trägerraketen, die teilweise zur Erde zurückkehren: Nur die erste Raketenstufe mit einem Großteil der Raketentechnik an Bord landet wieder auf der Erde, die zweite Stufe bleibt im All. Durch die Wiederverwertbarkeit großer Teile der Rakete spart SpaceX Geld, die Flüge werden also günstiger.

Zunächst gelang SpaceX die Rückkehr mit einer Landung auf festem Boden. SpaceX will die Falcon-9 aber eigentlich auf einem Schiff landen lassen, was sich lange Zeit als schwierig erwies. Anfang April gelang das aber endlich. Sollte morgen die Falcon-9 ebenfalls unversehrt landen, wäre das die zweite erfolgreiche Rückkehr zur Erde mit einer Landung auf einem Schiff.

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