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Falcon 9-Rakete zerschellt bei Landung auf Drohnen-Schiff

15.04.2015 | 14:30 Uhr |

Die Trägerrakete Falcon 9 von SpaceX ist bei der Landung auf einem ferngesteuerten Schiff im Atlantik zerschellt. Damit scheiterte erneut der Versuch mit einer wiederverwendbaren Weltraumrakete.

Das private Weltraum-Unternehmen SpaceX ist auch mit dem zweiten Versuch gescheitert, eine Trägerrakete vom Typ Falcon 9 ins Weltall zu schießen und sie danach wohlbehalten und wiederverwendbar landen zu lassen.

Wobei der erste Teil des Projekts durchaus gelungen ist. Falcon 9 hob am Dienstag von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida ab und flog ins All. An Bord der CRS-6-Mission befand sich das Versorgungsraumschiff Dragon mit Versorgungsgütern für die Weltraumstation International Space Station (ISS). Falcon 9 setzte Dragon planmäßig ab und die Versorgungskapsel befindet sich jetzt auf dem Weg zur ISS. 2,5 Tage soll diese Reise dauern, dann soll ein Roboterarm der ISS den „Drachen“ einfangen. Und das Umladen von dessen Inhalt zur ISS beginnt.

Zu hart aufgesetzt und umgekippt
 
Die Trägerrakete Falcon 9 dagegen machte sich auf den Rückweg zur Erde. Falcon 9 sollte auf dem ferngesteuerten Schiff "Just Read the Instructions" - eine Art schwimmender Weltraumbahnhof - im Atlantik landen und somit nicht verloren gehen, sondern sich wiederverwenden lassen. Denn das ist das Ziel von SpaceX: Wiederverwendbare Trägerraketen entwickeln. Und tatsächlich traf Falcon 9 das ferngesteuerte Schiff exakt. Nur mit viel zu hoher Geschwindigkeit („zu hart“, wie Space-X-Chef Elon Musk twitterte). Die Rakete kippte um und zerschellte.

Im Juni 2015 startet SpaceX den nächsten Versuch. Dann fliegt wieder eine Falcon 9 zur ISS, die Mission trägt die Bezeichnung CRS-7.

Tesla-Gründer Elon Musk hat das Weltraum-Unternehmen SpaceX gegründert. Mittlerweile ist auch Google daran beteiligt.

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