Fake-AV

Scareware imitiert Kaspersky Antivirus

Montag den 10.05.2010 um 16:44 Uhr

von Frank Ziemann

Scareware im Kaspersky-Look
Vergrößern Scareware im Kaspersky-Look
© 2014
Betrügerische Antivirusprogramme ahmen das Design bekannter Sicherheitslösungen namhafter Hersteller nach. Kaspersky Lab hat Websites entdeckt, die gleich ganze Sammlungen der gleichen Scareware mit unterschiedlichem Erscheinungsbild vorhalten.
So genannte Scareware, betrügerische Antivirus- oder Sicherheitsprogramme, spült reichlich Geld in die Kassen von Online-Kriminellen. Um die Umsätze weiter anzukurbeln, setzen die Ersteller der Scareware-Pakete darauf potenziellem Opfern einen vertraut wirkenden Anblick zu bieten. Dazu imitieren sie bekannte Antivirus-Software, zum Beispiel Avira Antivir oder Microsoft Security Essentials .

Dmitry Bestuzhev berichtet im Blog des Antivirusherstellers Kaspersky Lab über einen Web-Server, auf dem gleich eine ganze Sammlung solcher Imitate zu finden ist. Die mehr oder weniger identischen Programme kommen mit unterschiedlichem Design, das dem namhafter Hersteller, darunter auch Kaspersky, nachempfunden ist. Welches Design gerade angeboten wird, scheint eher zufallsgesteuert zu sein. Der Server beheimatet eine Reihe von Domains, die alle das gleiche Ziel verfolgen - Internet-Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Fake-AV im Norton-Gewand
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© 2014

Die von Antivirusfirmen auch als "Fake-AV" oder "Rogue AV" bezeichneten Programme werden über Suchmaschinenoptimierung vorbereiteter Web-Seiten verbreitet oder auch von anderen Schädlingen mit installiert. Sie nötigen die Opfer mit vorgetäuschten Virenbefunden zum Kauf einer ebenso teuren wie nutzlosen Vollversion der Scareware.

Hat man die gekauft und installiert, ist plötzlich Ruhe auf dem PC - von den vorgeblich gefundenen Schädlingen ist keine Rede mehr und die Programme lassen sich auch klaglos deinstallieren . Sie haben ihren Zweck erfüllt das Geld der Opfer in die Taschen der Betrüger zu spülen. Zudem haben die Opfer auch noch ihre Kreditkartendaten preisgegeben, mit deren Weiterverkauf die Online-Kriminellen auch noch ein paar Dollar verdienen können.

Montag den 10.05.2010 um 16:44 Uhr

von Frank Ziemann

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