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Fahren mit Jet-Technologie

22.09.2005 | 17:30 Uhr |

Die Windschutzscheibe wird zum Head-Up-Display, das Armaturenbrett zum Cockpit: Neue Autotechnik macht das Fahren komfortabler und sicherer.

Der schnelle Griff ins Handschuhfach, nur kurz eine neue CD herausnehmen – in diesen Sekunden steigt das Unfallrisiko auf das Hundertfache. Der Autofahrer ist eben auch nur ein Mensch, macht Fehler, ist unachtsam oder übermüdet. Was liegt näher, als ihm digitale Helfer zur Seite zu stellen? Die Zahl der Verkehrstoten in Westeuropa verringert sich von Jahr zu Jahr, in Deutschland etwa von 7503 in 2000 auf 6613 in 2003. Das führen die Automobilhersteller nicht zuletzt auf Sicherheitssysteme wie den Airbag oder energieabsorbierende Karosserien zurück. Mit hohem Forschungsaufwand werden immer neue Sicherheitssysteme entwickelt. Dabei geht es immer weniger um den passiven Schutz (etwa Aufpralldämpfung), sondern immer mehr um aktive, vorausschauende Überwachung der Fahrzeugumgebung. Was heute vielleicht noch als Degradierung der eigenen Fahrkünste gewertet wird (Stichworte Abstandshalter, Einschlafwarnung), könnte in wenigen Jahren schon zur Grundausstattung gehören. Ein sich explosionsartig aufpumpender Sack, der dem Kopf des Fahrers entgegenschießt, schien vor 20 Jahren durchaus bedrohlich. Heute verfügen die allermeisten Wagen zumindest über einen Fahrer-Airbag.

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