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Fälschungssicheres Papier von HP

30.06.2007 | 15:36 Uhr |

Hewlett-Packard entwickelt eine Technik, die es durch die Verwendung von Barcodes erlauben soll, fälschungssichere Dokumente erstellen zu können.

Der Elektronikkonzern Hewlett-Packard will mit Trusted Hardcopy eine Technik etablieren, die Papierdokumente mithilfe von Barcodes fälschungssicher machen soll. Die Konkurrenz von HP setzt dabei aktuell auf Wasserzeichen, Hologramme, RFID-Chips oder unsichtbare Tinte. Im Gegensatz zu diesen meist aufwendig umzusetzenden und komplexen Techniken, will Hewlett-Packard eine massentaugliche und vor allem günstige Implementierung entwickeln.

Zur Realisierung von Trusted Hardcopy können nämlich bereits vorhandene Geräte wie Computer, Drucker oder Scanner weiterverwendet werden. Eine zusätzliche Software versieht die zu schützenden Dokumente mit einem Barcode, der als digitale Signatur dienen soll. In diesem Code werden alle persönlichen Daten des rechtmäßigen Besitzers abgelegt. Weiterhin lassen sich dort auch alle Informationen ablegen, die schon in lesbarer Form auf dem Dokument vorliegen. Damit könnte eine vollständige Maschinenlesbarkeit gewährleistet werden.

Die Entwicklung von Trusted Hardcopy findet aktuell in den HP-Forschungslabors in Indien statt und soll auch dort starke Anwendung finden: „Indien ist einer der am stärksten wachsenden Märkte für HP“, erklärt Anjaneyulu Kuchibhotla, Chef des indischen HP-Labors. In Indien leben 900 Millionen potentielle PC-Nutzer. Die starke Bürokratie im Land macht unzählige Formulare und Vordrucke nötig. Dies wird von Schwarzmarkthändlern genutzt, die gefälschte Dokumente in Umlauf bringen: „Wir sind überzeugt, dass Papierformulare nicht verschwinden werden. Daher versuchen wir, die Entwicklungen der Technik mit jenen am Papiersektor zu verbinden.“, so Kuchibhotla weiter.

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