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Facebook ignoriert Do-Not-Track-Funktion

12.06.2014 | 18:10 Uhr |

Das soziale Netzwerk Facebook will seinen Nutzern künftig stärker personalisierte Werbung anzeigen, dafür liest das Unternehmen die Browser-History aus.

Über seine Like-Buttons, die auf zahllosen Seiten im Internet integriert sind, kann Facebook die Surf-Gewohnheiten seiner 1,28 Milliarden Nutzer bereits seit Längerem beobachten. Bald will das Unternehmen damit beginnen, diese Informationen für personalisierte Werbung auf Facebook zu benutzen.

Das Vorhaben dürfte wieder für reichlich Diskussionsstoff bei den Datenschützern sorgen. Denn wie ein Facebook-Sprecher bestätigte, werde man im Rahmen der personalisierten Werbe-Einblendungen die Do-Not-Track-Einstellungen im Browser nicht beachten. Lediglich auf iOS- und Android-Geräten wolle man den „Bitte-nicht-folgen“-Hinweis berücksichtigen. Am PC oder auf dem Notebook, wird Facebook jedoch die Surf-Gewohnheiten seiner Nutzer für personalisierte Werbung zu Rate ziehen.

Fiese Facebook-Fallen vermeiden

Der Konzern betont dabei natürlich, dass das Auslesen der Browser-History auch Vorzüge für den Nutzer habe. Falls dieser etwa den Kauf eines neuen Fernsehers plane und im Internet nach geeigneten Geräten suche, würde er bei Facebook mit passenden Werbeanzeigen bedacht. Diese können jedoch auch deaktiviert werden. Über die Profileinstellungen können Facebook-Mitglieder zumindest die Themengebiete, zu denen sie Werbung sehen wollen, aktivieren und deaktivieren.

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