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Facebook greift auf Nutzerdaten von Moves zu

08.05.2014 | 15:18 Uhr |

Facebook hat bekanntlich die Fitness-App Moves gekauft. Und deren Nutzungsbedienungen gleich mal geändert, um auf die Nutzerdaten von Moves zugreifen zu können. Prompt verabschieden sich die ersten Nutzer von Moves.

Als bekannt wurde, dass Facebook die Fitness-App Moves übernimmt, versprachen deren Moves-Entwickler noch, dass es keine Pläne gäbe, die Nutzerdaten der App dem Facebook-Datenpool zuzuführen. Das war am 25. April 2014. Heute haben wir den 8. Mai - und Facebook hat gegenüber der englischen Tageszeitung “The Guardian” bestätigt, dass man die Nutzungsbedingungen von Moves geändert habe, um auf die Nutzerdaten zugreifen zu können.

Die besten Fitness-Apps für Ihr Smartphone

Dabei betont Facebook aber spitzfindig, dass „Daten teilen“ nicht das Gleiche sei wie „Daten zusammenführen“. Facebook wolle durch einen Vergleich der Moves- mit den Facebook-Nutzerdaten abklären, welche Moves-Nutzer auch bei Facebook angemeldet sind. Die Moves-App solle damit weiter verbessert werden. Die Nutzerdaten würden jedoch weiterhin getrennt behandelt und nicht zusammengeführt.

Anwender geben Moves den Laufpass

Das Vertrauen etlicher Moves-Nutzer in diese Erklärung von Facebook hält sich aber in Grenzen, wie zahlreiche Twitter-Mitteilungen beweisen, in denen die Moves-Nutzer mitteilen, dass sie die App wegen der Übernahme durch Facebook nicht mehr weiter verwenden würden. Damit wiederholen sich die Ereignisse nach der Übernahme von Whatsapp durch Facebook. Auch hier zeigten sich viele App-Nutzer um ihre Daten besorgt und suchten nach Alternativen. Und die gibt es für Whatsapp reichlich.

Alternative Fitness-Apps benutzen

Diese Vorgehensweise empfiehlt sich auch für Moves-Benutzer. Wer nicht damit einverstanden ist, dass seine Moves-Daten nun für Facebook zugänglich sind, kann jederzeit zu einer anderen Fitness-App wechseln und dem Datenkraken Facebook damit ein Schnippchen schlagen.

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