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Facebook bietet 60 Geschlechter zu Auswahl

04.09.2014 | 13:48 Uhr |

Facebook hat die Geschlechter-Optionen für seine Nutzer aus Deutschland deutlich erweitert. Demnächst können deutsche Facebook-Nutzer aus 60 Geschlechtsoptionen wählen.

Facebook-Nutzer aus Deutschland, die „Deutsch“ als Spracheinstellung gewählt haben, können demnächst aus 60 verschiedenen Geschlechter-Optionen wählen. Neben „weiblich“ und „männlich“ gibt es dann zum Beispiel auch androgyn, Frau zu Mann oder transmännlich. Die neuen Geschlechteroptionen sollen im Laufe des Tages freigeschaltet werden. Die neuen Optionen finden Sie unter „Benutzerdefiniert“ als eine Liste von 60 Optionen, die Facebook in Zusammenarbeit mit dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) erarbeitet hat. Damit will Facebook seinen Nutzern die Möglichkeit bieten, die eigene Identität noch besser auszudrücken.

Neben der Möglichkeit eine benutzerdefinierten Gender-Option auszuwählen, kann jeder selbst entscheiden, wer die Auswahl auf dem eigenen Profil sehen kann. Die Menschen können selbst bestimmen, ob die Information zum Geschlecht „Öffentlich“, für „Freunde“ oder gar nur für kleine Gruppen oder einzelnen Personen  angezeigt wird.

Darüber hinaus wählen sie aus, wie Facebook auf sie verweist, beispielsweise, wenn Facebook Freunde an den Geburtstag erinnert (er, sie oder neutral im Plural sie/ihre).
 
Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrüßt die Einführung der umfangreichen Kategorien. Der LSVD hat Facebook bei der Einführung der neuen Optionen beraten. Die Gender-Auswahlmöglichkeiten sind Ergebnis der engen Zusammenarbeit von Facebook mit internationalen und nationalen Interessenvertretern aus dem Bereich LSBT (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans).
 
„Menschen auf Facebook tauschen sich über die Dinge aus, die ihnen wichtig sind. Wir möchten auf Facebook ein Umfeld schaffen, in dem die Menschen authentisch und sie selbst sein können. Dabei ist Gender ein ganz wesentlicher Aspekt“, sagt Tina Kulow, Manager Corporate Communication Northern Europe bei Facebook. „Allein die Gender-Kategorien Frau und Mann genügen oft nicht, um auszudrücken, wie man sich selbst fühlt und wahrnimmt. Deshalb freuen wir uns, dass uns der LSVD dabei unterstützt hat, angemessene Begriffe für die Spracheinstellung in Deutschland zu finden, damit eine Vielfalt an Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung steht.“
 

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