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Trending Topics: Facebook weist Manipulationswürfe zurück

13.05.2016 | 15:44 Uhr |

Ein Ex-Mitarbeiter beschuldigt Facebook, konservative News und Medien zu unterdrücken. Update 13.05.: Facebook weist Vorwürfe zurück.

Update 13.05.2016: Facebook bezieht Stellung zu den Manipulationsvorwürfen in seiner Trending-Topics-Redaktion. Über den Firmenblog veröffentlichte Vorstandsmitglied Justin Osofsky nun Details zur Themenauswahl sowie die Mitarbeiter-Richtlinien. Die Auswahl der so genannten Trending Topics, die Facebook-Nutzern in einer Box in ihrem Newsfeed angezeigt werden, übernehmen demnach unterschiedliche Algorithmen. Einer analysiert Themen, über die Facebook-Nutzer sprechen, ein anderer durchkämmt rund eintausend Nachrichtenquellen. Die Redaktionsmitarbeiter wählen aus diesen Themen dann händisch die Nachrichtentrends aus, die Nutzern nach ihren persönlichen Vorlieben angezeigt werden.

Die Redakteure haben dabei auch Freiräume und können beispielsweise Themen aussortieren, die keine Nachrichten sind. Sie können zudem Themen als besonders wichtig einstufen. Folgende zehn Webseiten entscheiden außerdem über die Relevanz eines Themas: BBC News, CNN, Fox News, Guardian, NBC News, New York Times, USA Today, The Wall Street Journal, Washington Post und Yahoo News. Erscheint eine Meldung auf mindestens fünf dieser Portale, wird sie als wichtig eingestuft. Die Tatsache, dass nur eine der Websites als konservatives Medium gilt, dürfte Kritiker in ihrer Meinung bestärken, Facebook lasse konservative Themen unter den Tisch fallen.

Mark Zuckerberg selbst meldete sich ebenfalls zu Wort und betonte, dass es keine Hinweise gebe, dass die Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters gegenüber Gizmodo wahr seien. Um die Wogen zu glätten lud der Facebook-CEO US-Politiker aller Partien zu einem gemeinsamen Gespräch ein. Wer dieser Einladung nachkommen wird, bleibt abzuwarten.

Ursprüngliche Meldung 10.05.2016:

Im Trending-Topics-Bereich zeigt Facebook auf der Newsfeed-Seite seiner Nutzer aktuelle Themen an, die heiß diskutiert werden. Bei der Auswahl dieser Themen sollen die zuständigen Mitarbeiter jedoch nicht ganz unvoreingenommen vorgehen.

Wie ein ehemaliger Facebook-Mitarbeiter in dieser Woche gegenüber Gizmodo behauptet, würden im Trending-Topics-Bereich regelmäßig Themen konservativer politischer Parteien unterdrückt. Die zuständigen Mitarbeiter würden nicht unparteiisch handeln und der Themenauswahl so einen „linken Anstrich“ verleihen.

Facebook wehrt sich gegen die Vorwürfe. Mehrere Mitarbeiter beteuerten außerdem gegenüber CNN Money , die Trending-Topics-Auswahl sei frei von persönlichen Vorlieben und der politischen Einstellung. Mit dem Skandal und der heißen Diskussion um die Anschuldigungen des Ex-Mitarbeiters schaffte es das Facebook-Thema in dieser Woche sogar selbst in die Trending Topics des sozialen Netzwerks.

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