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Facebook dementiert eigenen Musik-Streaming-Dienst

10.07.2015 | 10:48 Uhr |

Startet Facebook einen eigenen Musik-Streaming-Dienst à la Spotify? Und vorher noch ein Musik-Video-Angebot? Mit drei großen Musik-Labels hat Facebook jedenfalls schon Gespräche geführt. Update 10.7.: Facebook dementiert Pläne für einen eigenen Musik-Streaming-Dienst.

Update 10. Juli 2015: Facebook dementiert
 
Facebook hat den gestrigen Bericht von Music Ally dementiert, wonach es einen eigenen Musik-Streaming-Dienst planen würde. Ein Facebook-Sprecher sagte der Technik-Nachrichtenseite The Verge http://www.theverge.com/2015/7/9/8922415/facebook-music-streaming-nope :“Wir haben keine Pläne ins Musik-Streaming zu gehen“.

Die Gespräche mit den drei großen Musiklabels bestritt der Facebook-Sprecher aber nicht. Diese Gespräche befinden sich nach anderen Quellen noch in einem sehr frühen Stadium und Facebook wolle damit etwas völlig Neues schaffen, das es so noch nicht auf dem Markt geben würde.

Wie The Verge zudem von einer anderen Quelle erfahren haben will, habe Facebook derzeit überhaupt kein Interesse an einem „Streaming-Krieg“ mit Apple (das vor kurzer Zeit erst Apple Music gestartet hat).

Ursprünglicher Anlass war ein Bericht der Technik-Nachrichten-Webseite The Verge darüber, dass Facebook mit den großen Musik-Labels Sony Music Entertainment, Universal Music Group und Warner Music Group gesprochen habe. Prompt entwickelte sich aus dieser Nachricht das Gerücht, dass Facebook seinen eigenen Musik-Streaming-Dienst plane, wie Business Insider berichtet.

Ende des Updates, Beginn der ursprünglichen Meldung

Musik-Streaming-Dienstefür Android im Vergleich

Damit würde Facebook nach Apple mit seinem Apple Music in den hart umkämpften Markt der Musik-Streaming-Dienste einsteigen. Und ein neuer Konkurrent für etablierte Anbieter wie Spotify oder noch relativ junge Angebote wie Tidal werden.

Auch Musik-Videos

Beim Musik-Streaming allein soll es aber nicht bleiben, Facebook will den Musikstreaming-Dienst demnach um ein Musik-Video-Angebot ergänzen und dieses in seinen Videobereich einbinden. Bei den Videos testet Facebook gerade mit ausgewählten Medienpartnern das Einbinden von werbefinanzierten Video-Inhalten.

Facebook befindet sich mit seiner Planung für den Audio-Streaming-Dienst aber noch in einem sehr frühen Stadium. Der Musik-Video-Bereich innerhalb von Facebook könnte dagegen aber schon in den nächsten Monaten starten, wie die auf das Musik-Geschäft spezialisierte Webseite Musically.com erfahren haben will.

Der Musik-Video-Bereich von Facebook dürfte rechtlich ähnlich gestaltet sein wie die Musik-Videos von Youtube: Facebook dürfte also vermutlich Lizenzgebühren an die Musikrechte-Inhaber zahlen, die dafür vollständige Musik-Videos hochladen. Die Nutzer des Musik-Video-Angebots müssten sich dafür eigens anmelden und einen individuellen Zugang erhalten.

Dass Facebook einen Musik-Streaming-Dienst starten will, gibt einem anderen Gerücht neue Nahrung: Nämlich dass Facebook Spotify kaufen könnte. Damit würde Facebook sofort einen etablierten und funktionierenden Musik-Streamingdienst besitzen. Facebook hat in der Vergangenheit bereits einige eingeführte Unternehmen übernommen: Whatsapp, Oculus VR und Instagram. Die Übernahme von Spotify oder vielleicht auch Rdio würde deutlich weniger kosten als die von Whatsapp.




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