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Facebook aktiviert erneut Safety Check nach Bombenanschlag in Nigeria

18.11.2015 | 10:58 Uhr |

Wie schon nach den Anschlägen von Paris hat Facebook jetzt erneut den Safety Check aktiviert. Wieder wegen eines Bombenanschlags. So funktioniert Safety Check.

Facebook hat heute erneut den Safety Check aktiviert, wie Mark Zuckerberg mitteilte. Dieses Mal wegen der Terroranschläge in Nigeria: Bei einem Bombenanschlag kamen mehr als 30 Menschen ums Leben.

Safety Check am Freitag, den 13.11.2015, für Paris

Am letzten Freitag, den 13. November 2015, hat Facebook den Safety Check für Facebook-Nutzer eingeschaltet, die sich in Paris aufhielten. Damit reagierte Facebook auf die nächtlichen Terroranschläge in der französischen Hauptstadt.

Prompt handelte sich Facebook damit aber Kritik ein, weil Facebook bei vergleichbaren Terroranschlägen außerhalb von Europa den Safety Check nicht aktiviert hatte, beispielsweise bei dem jüngsten Anschlag in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Safety Check für Naturkatastrophen gedacht

Facebook verteidigte sich mit der Aussage, dass Safety Check ursprünglich für Naturkatastrophen geschaffen wurde. So habe Facebook den Safety Check beispielsweise bei den Naturkatastrophen in Afghanistan, Chile und in Nepal und bei Wirbelstürmen im Südpazifik und auf den Philippinen aktiviert. Also bei Ereignissen, die einen klaren Anfang und ein klares Ende haben.

Bei länger anhaltenden Krisen wie Kriegen oder Epidemien schaltete Facebook den Safety Check dagegen bisher nicht ein. Paris stellte insofern eine Ausnahme dar, weil es sich dabei um einen Terroranschlag handelte, dessen Begleitumstände ja noch keineswegs vorbei sind.

Facebook habe eine ungewöhnlich hohe Aktivität bemerkt: Die Menschen tauschten sich über FB Informationen unmittelbar nach den Anschlägen über die grauenvollen Ereignisse aus und versuchten herauszufinden, ob ihre Freunde und Verwandten in Paris okay sind. Darauf wollte das Unternehmen reagieren und schaltete deshalb den Safety Check ein - zum ersten Mail bei einem Ereignis, das keine Naturkatastrophe war.

Paris wird aber keine Ausnahme bleiben: Facebook wird ab sofort Safety Check auch für andere schwerwiegende Ereignisse wie eben Terroranschläge nutzen. Nigeria ist hierfür das aktuellste Beispiel - und keineswegs das letzte, wie zu befürchten ist.

So funktioniert der Safety Check

Facebook fragt mit dem Safety Check bei den FB-Nutzern, die sich in einem Krisengebiet befinden, nach, ob es ihnen gut geht. Ist das der Fall, klickt der FB-Nutzer auf die „Ich bin in Sicherheit“-Schaltfläche. Das wird dann allen Facebook-Freunden über eine Nachricht und im News-Feed mitgeteilt. Mit Safety Check kann man aber nicht nur selbst allen Freunden mitteilen, dass man in Sicherheit ist, sondern gleichzeitig auch die Sicherheit seiner Freunde checken. Und auch noch Freunde als sicher markieren.

Unmittelbarer Anlass für die Einführung von Safety Check war die Tsunami-Katastrophe in Japan im Jahr 2011. Damals versuchten laut Facebook viele Menschen über die sozialen Netze herauszufinden, ob es ihren Freunden und Verwandten gut geht. Die Facebook-Entwickler konstruierten dafür das Disaster Message Board. Daraus ging dann Safety Check hervor.

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