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Quitfacebookday geht mit mäßigem Erfolg zu Ende

01.06.2010 | 08:32 Uhr |

Der QuitFacebookDay ist vorbei. Angesichts von rund 400 Millionen Facebook-Nutzern blieb die Zahl der Aussteiger jedoch überschaubar.

33784 Nutzer haben sich bis dato auf www.quitfacebookday.com eingetragen. Die Macher dieser Protestseite hatten dazu aufgerufen, sich am 31. Mai demonstrativ von Facebook abzumelden. Damit sollten die Teilnehmer am QuitFacebookDay gegen Facebooks laxen Umgang mit Benutzerdaten protestieren. Als Erfolg kann man die Zahl der Facebook-Aussteiger wohl nicht bezeichnen, anscheinend kann die Masse der Facebook-User ganz gut mit den relativ freizügigen Datenschutzbestimmungen leben.

Facebook lebt von den Daten seiner Nutzer. Diese gibt das Netzwerk an Werbekunden weiter und verdient damit Geld. Mitunter gibt Facebook sogar mehr Daten weiter, als es seinen Nutzern mitteilt . Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner nutzt die Vorgehensweise von Facebook, um sich als Vorkämpferin für den Datenschutz zu profilieren - neben Google Street View ist Facebook derzeit das zweite wichtige IT-Thema der deutschen Verbraucherschutzministerin.

Die Crux bei Facebook ist allerdings nicht, dass Facebook keine Möglichkeiten zum Schutz der eigenen Daten bereitstellt, sondern dass die Einstellmöglichkeiten nicht gerade offensichtlich und leicht zugänglich sind. Man muss als Facebook-User schon nach den richtigen Optionen suchen, wenn man seine Privatsphäre einigermaßen schützen will. Facebook hat aber kürzlich auf die anhaltende Kritik reagiert und die Datenschutzeinstell-Optionen vereinfacht. Prüfen Sie am besten sofort die Einstellungen Ihres Facebook-Profils Schritt für Schritt und passen Sie diese gegebenenfalls an Ihre Bedürfnisse an .

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