11.07.2012, 09:25

Benjamin Schischka

FTC

Google soll höchste Strafe aller Zeiten zahlen (Update)

Google soll 22,5 Millionen Dollar Strafe zahlen müssen ©iStockphoto.com/JoKMedia

Von 22,5 Millionen Dollar ist die Rede, die Google wegen eines geheimen Cookies zahlen soll. Das wäre die höchste Strafe der US-Verbraucherschützer aller Zeiten.
Zuletzt war noch von 10 Millionen Dollar Strafe die Rede. Jetzt sind es vielleicht schon 22,5 Millionen, die Google zahlen muss. Das wäre die höchste Strafe der U.S. Federal Trade Commission (FTC) aller Zeiten. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf anonyme Quellen.
Update: Wie RP Online unter Berufung auf mit Google vertraute Insider berichtet, will Google einem Vergleich in Höhe von 22,5 Millionen Euro mit Apple zustimmen. Ein Fehlverhalten wolle man aber damit nicht eingestehen, man habe keine privaten Daten gesammelt.

Darum muss Google zahlen

Im Februar hat der Stanford-Forscher Jonathan Mayer einen geheimen Google-Cookie entdeckt, der sich getarnt als Drittanbieter-Cookie auf die Rechner von Safari-Usern geschummelt hat. Zuerst hat Google sich verteidigt: Der Cookie solle den Komfort der User verbessern und habe zudem nur eine begrenzte Lebensdauer. Darauf wurde die Federal Trade Commission auf den Google-Cookie aufmerksam. Die FTC soll in den USA Verbraucherrechte schützen und darum ein Bußgeld von Google fordern. Es wäre nicht nur das erste Bußgeld wegen Verletzung der Privatsphäre im Internet von der FTC, sondern mit 22,5 Millionen Dollar auch das höchste aller Zeiten.
 
Betroffen waren übrigens nicht nur Rechner mit Safari, sondern auch iPhones und iPads.  Wenige Tage später wird bekannt: Auch der Internet Explorer war betroffen.
So arbeitet der Google-Cookie
Safari sperrt zunächst Cookies von Drittanbietern, macht aber eine Ausnahme. Wenn der User ein Webseiten-Formular ausfüllt, erlaubt Safari Cookies, die in Verbindung zum Formular stehen. Google soll in einigen Anzeigen Code integriert haben, der Safari ein Formular vorgaukelt. Dieser Code sei aber bald nach Bekanntwerden des Cookie-Skandals wieder deaktiviert worden.
 
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