1945747

FCC stimmt für Überholspur fürs Internet

16.05.2014 | 10:12 Uhr |

Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC hat sich nun für neue Regeln bei der Netzneutralität ausgesprochen. Unternehmen könnten gegen Bezahlung dafür sorgen, dass ihre Daten schneller im Internet übertragen werden.

Die Netzneutralität hat einen weiteren Dämpfer erhalten. In den USA stimmte die US-Telekommunikationsaufsicht FCC für eine Änderung der Netzneutralität. Gemäß dieser Änderung dürfen Provider den Traffic von Unternehmen bevorzugt und damit schneller durch ihre Leitung leiten. Dies dürfen sich die Provider dann auch von den betreffenden Unternehmen bezahlen lassen.

Die neue Regel tritt nicht sofort in Kraft, sondern es folgt nun eine Zeit von 120 Tagen, in denen eine öffentliche Diskussion über die Änderungen erwünscht ist. FCC-Chef Tom Wheeler kündigte an, alles in seiner Macht stehende tun zu wollen, damit kein Zwei-Klassen-Internet entsteht. "Die Aussicht über einen Pförtner, der Gewinner und Verlierer im Internet auswählt, ist inakzeptabel", sagte Wheeler.

Der FCC-Chef steht wegen den geplanten Änderungen bei der Netzneutralität in der öffentlichen Kritik. Er verweist aber auf ein Urteil vom Januar, in dem das Gericht Änderungen bei der Netzneutralität gefordert hatte. Die nun erfolgte Abstimmung, so Wheeler, sei ein erster Schritt für die neuen Regeln.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1945747