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FBI will Email- und Chat-Kommunikation in Echtzeit überwachen

29.03.2013 | 15:32 Uhr |

Das FBI soll einem Medienbericht zufolge die Echtzeitüberwachung von E-Mails und Chats planen.

Ein US-amerikanischer Medienbericht will von Plänen des FBI erfahren haben, die Kommunikation über E-Mails und Chats in Echtzeit zu überwachen. Speziell die Nutzer von Gmail, Google Voice oder Dropbox seien vom Vorhaben der US-Bundespolizei betroffen. Derzeit ist ein derartiger Echtzeit-Lauschangriff noch nicht möglich, doch die hierfür nötigen Befugnisse sollen noch in diesem Jahr gestattet werden.

Als Quelle dient das Vorhaben des Leiters der FBI-Rechtsabteilung, Andrew Weissmann. Auf einer Konferenz in Washington hätte dieser eine stärkere Überwachung des Internets gefordert. Gerade soziale Netzwerke müssten kontrolliert werden, da diese auch von Kriminellen genutzt würden.

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Schon jetzt kann das FBI auf Grundlage des 1994 erlassenen „ Communications Assistance for Law Enforcement Act “ auf gespeicherte E-Mails zugreifen. Bei Anbietern wie Gmail, die ihre Nachrichtenübertragung per SSL verschlüsseln, ist dabei jedoch eine individuelle Anfrage nötig. Das Gesetz könnte aber auch die Grundlage für weiter reichende Überwachungen schaffen. Wie genau eine Echtzeitüberwachung realisiert werden soll, ließ Weissmann noch offen. Das Vorhaben hätte jedoch oberste Priorität.

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