52254

FBI verschmäht Mixter

21.02.2000 | 19:10 Uhr |

Nach dem massiven Angriff von Hackern auf Internetseiten großer Firmen hat der Hannoveraner Hacker "Mixter" nach eigenen Angaben der US-Bundespolizei FBI seine Hilfe angeboten. "Ich habe denen selbst gemailt, zwei Tage nach der Attacke", so Mixter. Die Antwort habe gelautet: "Danke, wir kommen auf Sie zu". Das sei aber bislang nicht geschehen.

Nach dem massiven Angriff von Hackern auf Internetseiten großer Firmen hat der Hannoveraner Hacker "Mixter" nach eigenen Angaben der US-Bundespolizei FBI seine Hilfe angeboten. "Ich habe denen selbst gemailt, zwei Tage nach der Attacke", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Antwort habe gelautet: "Danke, wir kommen auf Sie zu". Das sei aber bislang nicht geschehen.

Dagegen habe das Bundeskriminalamt (BKA) ihm von sich aus bestätigt, dass er nicht unter Verdacht sei. Er sei dem BKA bekannt, weil er früher Fehler gemacht habe: "So eine Grenze würde ich nie mehr überschreiten".

"Mixter" hat nach eigener Aussage das Programm "Tribe Flood Network" geschrieben. Damit können Internet-Angebote mit einer Flut von Daten beschossen werden, bis die Computer zusammenbrechen. Hacker hatten laut FBI in der vergangenen Woche auch TFN benutzt, um unter anderem das Internet-Portal Yahoo, den Nachrichtendienst CNN.com, den Online-Aktienhändler E-Trade und den Buchhändler Amazon.com stundenlang lahm zu legen.

Laut Focus handelt es sich bei "Mixter" um einen 20 Jahre alten Abiturienten, der mit seiner deutschen Mutter in Hannover lebt und dessen Vater in Istanbul arbeitet. Er sei jeden Tag zwölf Stunden mit einem Computer im Netz, den er sich selbst zusammengebaut habe. (PC-WELT, 21.02.2000, dpa/ he)

"Mixters" Mutter sagt aus (PC-WELT Online, 15.2.2000)

FBI hilft im Kampf gegen Hacker (PC-WELT Online, 11.2.2000)

Kaum Schutz gegen "Stacheldraht"-Attacken (PC-WELT Online, 10.2.2000)

Hacker-Großangriffe im Internet (PC-WELT Online, 9.2.2000)

0 Kommentare zu diesem Artikel
52254