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FBI liest Mails mit

Das FBI setzt seit einiger Zeit ein neues Überwachungssystem ein, mit dem sich die Mails an und von einem Verdächtigen extrem schnell überwachen lassen. Datenschutzrechtlich problematisch ist dabei allerdings, dass auf der Suche nach "verdächtigen" Mails alle Nachrichten an und von der suspekten Person geprüft werden müssen.

Das FBI setzt seit einiger Zeit ein neues Überwachungssystem ein, mit dem sich die Mails an und von einem Verdächtigen extrem schnell überwachen lassen. Wie das Wall Street Journal berichtet, ist das System namens "Carnivore" in der Lage, "Millionen von Mails in einer Sekunde" zu überprüfen.

Carnivore besteht aus einem PC, der beim Provider des Verdächtigen installiert und direkt mit dessen Servern verbunden wird, sowie aus einer speziellen Überwachungssoftware des FBI. Wird eine Mail von oder an den Verdächtigen gefunden, dann wird der Text der Mail kopiert und gespeichert. Ein FBI-Mitarbeiter holt diese Daten dann täglich ab. Um die suspekten Nachrichten herauszufiltern, muss das System allerdings sämtliche ein- und ausgehenden Mails überprüfen - eine Tatsache, die in datenschutzrechtlicher Hinsicht problematisch ist.

Laut FBI wurde Carnivore in 100 Fällen angewendet, die vor allem mit dem "Schutz der Infrastruktur", mit der Verfolgung von Hackern, aber auch mit Terrorismusbekämpfung und Drogenhandel zu tun gehabt hätten. (PC-WELT, 12.07.2000, sp)

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