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FBI: IS rekrutiert Terrornachwuchs über verschlüsselte Nachrichten

07.07.2015 | 12:56 Uhr |

Der Chef der US-Bundespolizei FBI warnt vor verschlüsselten Nachrichten. Die Verschlüsselung würde der IS erst die Anwerbung von Terror-Nachwuchs ermöglichen.

James Comey ist Director of the Federal Bureau of Investigation und damit der Chef der US-Bundespolizei FBI. Comey hat sich jetzt sehr negativ über die Verschlüsselung von Internet-Kommunikationen geäußert. Weil verschlüsselte Internetverbindungen bei Terroristen beliebt seien.
 
Comey verlangt deshalb eine „robuste“ Debatte über verschlüsselten Datenaustausch. Verschlüsselung würde ihn und seine Behörde dabei hindern, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten.

IS nutzt verschlüsselte Nachrichten zur Nachwuchs-Rekrutierung
 
Comey behauptet zur Begründung, dass die IS (Islamischer Staat) über Ende-zu-Ende-verschlüsselte Mobiltelefon-Nachrichten Amerikaner als Terroristen anwerben würde. Und zwar in zunehmendem Maße, wie Comey betont. Comey: „Es besteht kein Zweifel, dass schlimme Menschen ungestraft kommunizieren können in einer Welt, in der es überall starke Verschlüsselung gibt“.

Verschlüsselung bietet auch Vorteile

Comey räumt aber durchaus ein, dass die Verschlüsselung für die Benutzer auch Vorteile biete. Sie würde beispielsweise Erfindungen und geistiges Eigentum vor Diebstahl schützen. Verschlüsselung sei also keineswegs generell etwas Schlimmes. Schlimm wird eine starke Verschlüsselung erst dadurch, dass Terroristen sie für ihre finsteren Zwecke missbrauchen.

Comey fordert also, dass staatliche Organe wie die Sicherheitsbehörden innerhalb gewisser rechtlicher Rahmenbedingungen Zugriff auf verschlüsselte Inhalte bekommen. Also beispielsweise durch einen richterlichen Beschluss.

 

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