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FAT: Microsoft darf Patente behalten

11.01.2006 | 12:51 Uhr |

Das U.S. Patent and Trademark Office (USPTO) hat entschieden, dass Microsoft seine Patente am FAT-Dateisystem (File Allocation Table) behalten kann. Das USPTO hat nach zweijähriger Untersuchung nun seine Entscheidung zugunsten von Microsoft bekannt gegeben.

Microsoft darf seine beiden Patente 5.579.517 und 5.758.352 behalten. In diesen Patenten wird die Technologie beschrieben, mit denen Dateien auf einem Windows-System abgelegt werden. Das U.S: Patent and Trademark Office ( USPTO ) hatte zwei Jahre lang die Patente untersucht. Das USPTO hatte im vergangenen Jahr noch in einer vorläufigen Entscheidung verkündet, dass Microsoft die Patente nicht behalten dürfte. Nach Abschluss der Untersuchung hat die USPTO jetzt aber entschieden, dass Microsoft die beiden Patente behalten darf.

FAT beschreibt die Technologie, mit der Windows unter Dateinamen Dateien ablegt. Es wird aber nicht nur von Windows genutzt, sondern kommt etwa auch bei USB-Sticks und Digitalkameras zum Einsatz. Auch Open-Source-Software nutzt oft FAT.

Microsoft hatte immer erklärt, dass es FAT im Jahre 1976 entwickelt und seinerzeit die Patente erhalten hatte. Konkurrierende Unternehmen hatten die Patente immer wieder in Frage gestellt. Sowohl im April 2004 als auch im Januar 2005 wurde eine erneute Untersuchung der Patente durchgeführt. Im September 2004 hatte die USPTO noch entschieden, dass Microsoft zumindest das Patent 5.579.517 nicht behalten dürfe. Microsoft lieferte anschließend neues Material, mit dem untermauert werden sollte, dass die Technologie Microsoft gehört.

Die jetzige Entscheidung der USPTO bedeutet, dass Microsoft weiterhin Lizenzgebühren von anderen Unternehmen verlangen darf, die FAT nutzen wollen.

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