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Explorer-Streit: Abmahner schlägt zurück

14.07.2000 | 14:36 Uhr |

Der Streit um den Namen "Explorer" geht weiter. Die Firma Symicron hat nun eine einstweilige Verfügung erwirkt, nach der der Heise-Verlag die CD-ROM zum Heft 14/2000 nicht mehr verkaufen darf. Der Verlag hat Widerspruch eingelegt und erwägt seinerseits eine Klage. Er sucht dazu nach Mitgeschädigten.

Der Streit um den Namen "Explorer" geht weiter. Die Firma Symicron hat nun eine einstweilige Verfügung erwirkt, nach der der Heise-Verlag die CD-ROM zum Heft14/2000 nicht mehr verkaufen darf. Die an den Einzelhandel bereits ausgelieferten Exemplare sind davon aber nicht betroffen.

Symicron und ihr Rechtsvertreter Günther Freiherr von Gravenreuth hatten einen Reihe von Abmahnungen an Site-Betreiber und Software-Anbieter verschickt, die entweder Programme mit dem geschützten Namen "Explorer" anboten oder auf Seiten verlinkten, wo solche angeboten wurden. Die Zeitschrift c't wurde ebenfalls abgemahnt, weil ihrer Ausgabe 14/2000 eine CD mit den Shareware-Programmen "HFVExplorer" und "Explore2fs" beiliegt.

Der Verlag hat Widerspruch gegen die Verfügung eingelegt und erwägt seinerseits eine Klage. Er bezieht sich dabei auf den Fall "Webspace", wo ähnliche Abmahnungen als "Serienabmahnung zum alleinigen Zweck des Geldverdienens" klassifiziert wurden. Es werden deshalb Mitgeschädigte gesucht, die ebenfalls wegen der Verwendung des Begriffs "Explorer" abgemahnt worden sind. Sie werden gebeten sich unter der Adresse abmahn-ex@heise.deunter an den heise-Verlag zu wenden. (PC-WELT, 14.07.2000, meh)

Freiheit für Explorer (PC-WELT Online, 10.7.2000)

Speedlink verklagt Gravenreuth (PC-WELT Online, 10.5.2000)

Strafanzeige gegen von Gravenreuth (PC-WELT Online, 20.4.2000)

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