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Explizite Inhalte in Mails aus dem Büro

26.07.2005 | 14:53 Uhr |

Trotz Verbot senden oder empfangen viele am Arbeitsplatz Mails mit eindeutigen Inhalten.

Fast zwei Drittel der Arbeitnehmer in Großbritannien wären besorgt über die missbräuchliche Nutzung von Mail am Arbeitsplatz, wenn man sie zum Chef ihres Unternehmens machte. Die Ergebnisse einer Umfrage von Yougov im Auftrag von Clearswift zeigen, dass jeder Dritte Angestellte Mails mit sexuellem oder rassistischem Inhalt erhält oder versendet.

An der Umfrage im Juni dieses Jahres nahmen 2000 Angestellte in britischen Unternehmen teil. Dabei gaben immerhin 7 Prozent zu, vertrauliche Firmeninterna per Mail nach außen getragen zu haben. Mails von Kollegen, die rassistisch oder anzüglich waren, haben 34 Prozent der Befragten erhalten.

Während von außen herein kommende Mails genau inspiziert werden, um Unerwünschtes wie Viren, Trojanische Pferde und Spam fernzuhalten, gehen Mails der eigenen Angestellten meist ungeprüft oder lediglich auf Viren gescannt hinaus. Richtlinien zur Nutzung von Mail am Arbeitsplatz existieren zwar in vielen Unternehmen, werden aber offenbar zu wenig beachtet und teilweise gar nicht verstanden.

Nur etwa die Hälfte der Umfrageteilnehmer hat die Richtlinien des Arbeitgebers nach eigener Einschätzung vollständig verstanden. Ungefähr 10 Prozent versteht die Richtlinien nicht, 24 Prozent geben an, ihre Firma habe keine und 15 Prozent wissen gar keine Antwort auf diese Frage.

Die Frage nach einer Überwachung der Mails durch den Arbeitgeber spaltet die Befragten: 39 Prozent halten dies für eine vernünftige und angemessene Maßnahme - 29 Prozent sind der Meinung, ihre Mails müssten als ihre Privatangelegenheit behandelt werden. Ein Viertel der Teilnehmer findet es in Ordnung, wenn ihre dienstlichen Mails überwacht werden, will jedoch private Mails als solche respektiert sehen.

Den wenigsten scheint klar zu sein, dass sie auf die eine oder andere Weise ihren Arbeitsplatz riskieren, indem sie sich nicht an Anweisungen des Arbeitgebers zur Mail-Nutzung halten. Einerseits können sie wegen wiederholter Verstöße entlassen werden, anderseits gefährden sie womöglich den Fortbestand der Firma.

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