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Experten warnen vor Porno-Browser

26.06.2006 | 15:01 Uhr |

Die Software soll eine Komponente installieren, die heimlich Sex-Seiten aufruft.

Der Antivirenspezialist Panda Software warnt vor dem Einsatz der Browser-Software "Browsezilla", wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet. Diese soll nach Angaben des Anbieters die Privatsphäre des Anwenders schützen, wenn dieser im Internet surft. Tatsächlich installiere sie jedoch eine Adware-Komponente namens "PicsPlace" auf dem Rechner. Diese wird bei jedem Start aktiv und ruft heimlich Porno-Sites auf, so der Hersteller. Das Ziel dabei ist, die Klick-Raten bei bestimmten Web-Angeboten zu erhöhen. Das bezeichnet man auch als Klick-Betrug.

Das Browsezilla-Team reagiert in einem Statement auf seiner Web-Site pikiert auf die Anschuldigung. In gebrochenem Englisch heißt es dort, die Darstellung Pandas sei falsch: "Browsezilla wird populärer Browser wirklich", 80.000 Personen sollen die Software bereits einsetzen. Dennoch räumen die Entwickler ein, dass einige Partner, "bei denen wir Werbeplatz kaufen", Picsplace tatsächlich benutzen, um die Besuche ihrer Sites zu erhöhen. Weder installiere Picsplace Browsezilla noch umgekehrt.

"Wir haben Panda Software genug technische Details geschickt, dass sie unser Softwareprodukt noch einmal untersuchen könnten und erkennen, dass die auf ihrer Seite platzierte Presseinformation falsche Aussagen enthält." Wenn der Hersteller bei seinen Aussagen bleibe und keine Beweise dafür vorlege, werde man rechtliche Schritte in Erwägung ziehen.

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