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Experten warnen: Netscape besser nicht benutzen

15.09.2004 | 14:59 Uhr |

Netscape-Benutzern drohen die gleichen Gefahren wie Mozilla- und Firefox-Nutzern. Nur gibt es für Netscape kein rettendes Update. Experten raten deshalb zum Wechsel des Browsers.

Der Netscape-Browser basiert seit langem auf der Mozilla-Engine. So ist es wenig überraschend, dass die kürzlich bei Mozilla, Firefox und Thunderbird entdeckte Sicherheitslücke auch in den Netscape 7.x-Versionen steckt. Aber anders als bei Benutzern von Mozilla steht für Netscape-Anwender kein Update zur Verfügung, das dieses ernste Problem löst.

Wer mit Mozilla oder Firefox surft und Thunderbird zum Lesen seiner Mails benutzt, kann die gravierende Sicherheitslücke - unter anderem droht Cross-Site-Scripting, Datenmanipulation, Preisgabe sensibler Informationen sowie Systemzugriff durch Angreifer – rasch und ohne Probleme schließen: Einfach ein Update auf Mozilla 1.7.3, Firefox 1.0PR und Thunderbird 0.8 durchführen, schon ist das Loch in der betreffenden Anwendung gestopft. Davon können Netscape-Nutzer nur träumen.

Zwar hat AOL den Browser-Veteranen Mitte August mit der Version 7.2 wieder aus der Versenkung geholt ( die PC-WELT berichtete ), doch mit dem Support scheint es das Unternehmen etwas lockerer zu nehmen. Jedenfalls stand bis Redaktionsschluss kein Update für den Browser zur Verfügung, wie ein Blick auf das FTP-Verzeichnis beweist.

Das Sicherheitsunternehmen Secunia , das auf die als "hochkritisch" bezeichnete Schwachstelle in Netscape hinweist, hält für Netscape-Anwender einen ausgesprochen lakonischen Rat bereit: "Benutzen Sie ein anderes Produkt"!

Wichtig: Mozilla, Firefox & Thunderbird schleunigst aktualisieren (PC-WELT Online, 15.09.1004)

Sag niemals nie: Netscape 7.2 ist da (PC-WELT Online, 18.08.2004)

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