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Experten erwarten Oligopol bei Online-Bezahlsystemen

20.07.2006 | 10:52 Uhr |

Wer für seine Online-Einkäufe nicht die Kreditkarte zücken oder Kontodaten eingeben möchte, kann zu Angeboten wie Paypal greifen, die das Bezahlen im Internet sicherer und einfacher gestalten wollen. Experten gehen davon aus, dass mittelfristig nur wenige Player den Milliardenmarkt beherrschen werden.

Im Bereich der Suchmaschinen, Betriebssysteme oder Online-Auktionshäuser dominiert meist ein Anbieter den Markt. Für das milliardenschwere Segment der Online-Bezahlsysteme erwarten die Experten der Beratungsfirma Booz Allen Hamilton laut einem Bericht des IDG News Service mittelfristig ein Oligopol und gehen davon aus, dass drei oder vier Unternehmen den Markt unter sich aufteilen werden.

Als gesetzt gelten für die Analysten bereits jetzt das zu Ebay gehörende Unternehmen Paypal , sowie Googles Checkout , das vor kurzer Zeit an den Start gegangen ist. Unternehmen, die es nicht schaffen sich innerhalb der kommenden ein oder zwei Jahre signifikante Marktanteile in diesem Bereich zu sichern, werden es aus Sicht der Experten äußerst schwer haben, ein profitables Geschäft aufzubauen.

Für das Jahr 2008 erwarten die Berater für den Markt von E-Payment-Systemen ein Umsatzvolumen von 13 Milliarden Euro. Im Jahr 2010 sollen es bereits über 40 Milliarden sein.

Das rasante Wachstum in diesem Bereich könnte sich langfristig auch zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für Kreditkartenunternehmen entwickeln. Derzeit werden laut Booz Allen Hamilton noch mehr als 90 Prozent aller per Internet erworbenen Güter und Dienstleistungen per Kreditkarte bezahlt.

Ob sich die E-Payment-Anbieter aber gegen die Kreditkartenunternehmen durchsetzen werden, hängt nicht zuletzt von den Transaktionsgebühren für Verkäufer und Händler ab. Nur wenn diese günstiger sind als bei Kreditkartenzahlungen, könnten auch große Anbieter davon überzeugt werden auf diese Systeme umsteigen.

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