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Experten: Virenflaute nur vorläufig

27.08.2002 | 13:12 Uhr |

Während im vergangenen Jahr die beiden Würmer Code Red und Nimda ihr Unwesen trieben, blieben die Anwender in diesem Jahr (bislang) größtenteils vor gefährlichen Viren verschont. Nach Meinung von Antivirusexperten gibt es jedoch keinen Grund für eine Entwarnung.

Während im vergangenen Jahr die beiden Würmer Code Red und Nimda ihr Unwesen trieben, blieben die Anwender in diesem Jahr (bislang) größtenteils vor gefährlichen Viren verschont. Lediglich das Klez-Virus, welches sich vor allem über das Adressbuch von Microsofts Mail-Programm "Outlook" vermehrte, sorgte durch seine Hartnäckigkeit für umfangreiche Schäden, berichtet unsere Schwesterpublikation "Computerwoche" .

Insgesamt jedoch werde 2002 die Zahl der neuen Viren im Vergleich zum Vorjahr nur um fünf Prozent ansteigen, schätzt Jimmy Kuo, Antivirusspezialist bei Network Associates. Seit 1990 hatte die jährliche Wachstumsrate dagegen rund 50 Prozent betragen.

Virenexperten schreiben den momentanen "Waffenstillstand" ihren Bemühungen zu, mit den Programmierern der schädlichen Codes Schritt zu halten. So habe es in der Vergangenheit genügt, den Quellcode eines bereits bekannten Virus oder Wurms geringfügig zu ändern, um ihn für Antiviren-Scanner unsichtbar zu machen. So geht Kuo davon aus, dass bis heute wahrscheinlich alle Privatnutzer mit Klez in Kontakt getreten sind, acht Monate nachdem die erste Version aufgetaucht war.

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