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US-Wahlmaschinen können gehackt werden

11.04.2008 | 14:43 Uhr |

Im November wird in den USA ein neuer Präsident (oder eine Präsidentin) gewählt. Dabei werden die Wähler ihre Stimmen über elektronische Wahlmaschinen abgeben. Sicherheitsexperten haben diese Maschinen auf der derzeit in San Francisco stattfindenden Sicherheitskonferenz RSA als zu unsicher bezeichnet und gewarnt, dass die Wahlmaschinen gehackt werden können.

David Wagner, Professor an der Universität von Kalifornien, warnte auf der RSA davor, dass sich den Behörden nicht die Frage stelle, ob sie bis zur Wahl im November die Bugs in den Wahlmaschinen beheben können, sondern wie am besten überprüft werden kann, ob die Wahlmaschinen manipuliert worden sind.

Insgesamt seien drei Typen von Wahlmaschinen überprüft worden, die in den USA bei den kommenden Wahlen zum Einsatz kommen sollen. Bei allen drei Geräten seien Sicherheitslücken entdeckt worden. Das Team von Wagner konnte bei allen drei Geräten einen Virus platzieren, der sich an allen angeschlossenen Geräten verbreiten und damit das Wahlergebnis manipulieren könnte. Das Ergebnis ist vor allem deshalb ernüchternd, weil in den vergangenen acht Jahren Milliarden von US-Dollar für die Verbesserung der Wahlmaschinen ausgegeben wurden.

Die Sicherheitsexperten kritisierten auf der RSA außerdem, dass sich die Hersteller der Wahlmaschinen wie Microsoft vor 10 Jahren verhalten würden und ihr System gegenüber den Sicherheitsexperten zur Überprüfung verschließen. Während Microsoft aber seine Einstellung geändert und sich gegenüber der Sicherheits-Community geöffnet habe, herrsche bei den Herstellern von Wahlmaschinen ein Misstrauen, das jede Kommunikation verhindere.

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