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Chips und Sensoren machen bessere Fahrer

20.09.2010 | 08:45 Uhr |

Fahrzeuge können in Zukunft im Fall eines Unfalls selbstständig die Einsatzkräfte verständigen und diesen sogar mitteilen, wie ernst die Schäden sind. Das ist nur eine der Entwicklungen, die Automobil-Experten von künftigen Autos erwarten. "Das Auto wird wahrscheinlich zu unserem rechenintensivsten Gebrauchsgegenstand werden", so Steve Wainwright von Freescale Semiconductor, einem Autozulieferer für Mikrochips.

Immer mehr Sensoren und Chips verändern auch die Art zu Fahren und verbessern die Fahrkünste des Einzelnen. "Alle die denken, sie wären heute bessere Autofahrer als vor zehn Jahren, bekommen aber mehr Hilfestellungen als sie merken", so Wainwright.

Bis zu 80 Minicomputer

In durchschnittlichen Fahrzeugen sind bereits heute 25 bis 30 Minicomputer verbaut, in hochentwickelten Autos bis zu 80. Die winzigen Rechner kümmern sich um eine Vielzahl an Vorgängen, wie die Stabilitätskontrolle, die Energieverteilung oder die unterschiedlichen Sicherheitssystemen. Immer mehr würde es darum gehen, die Fähigkeiten des Fahrers zu erweitern, so Wainwright. Die steigende Verbreitung von Kollisions-Erkennungssystemen oder Radar-Sensoren sei ein Anzeichen dafür.

Auch das Auto, das eigenständig die Einsatzkräfte alarmiert, könnte schon bald Realität sein, erwartet Paul Burnley, Analyst bei der Automobil-Marktforschungsfirma SBD http://www.sbd.co.uk . "Höher entwickelte Systeme werden zusätzlich Daten anderer Sensoren mitliefern", so Burnley. "Vielleicht wird dadurch eine Analyse des Unfalls ermöglicht und die Einsatzkräfte können das Risiko von schweren Verletzungen für die Insassen sofort einschätzen."

Solche und ähnliche datenintensiven Systeme profitieren vor allem durch eine höhere Verbreitung von Elektro- und Hybridautos. Schon alleine um festzustellen, ob die verbleibende Reichweite bis zur nächsten Stromtankstelle ausreicht, sind exakte Daten notwendig.

(pte)

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