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Experten: AOL, MSN & Yahoo könnten iTunes vom Thron stoßen

Branchenexperten sehen Indizien dafür, dass AOL, MSN und Yahoo in naher Zukunft Musiktauschbörsen in ihre Instant Messanger integrieren werden. Angesichts der Popularität dieser Kommunikationswerkzeuge könnte Apple damit seine Marktführerschaft verlieren.

Die Kommunikation per Instant Messanger ist eine unter Internet-Nutzern beliebte Alternative zu Mail und Telefon. Bereits Mitte der 1990er Jahre setzte diese Euphorie ein. Bis heute wurden die Kommunikationswerkzeuge immer weiter ausgefeilt. So kann bei einigen Diensten neben dem Chat zum Beispiel Internet-Radio gehört werden.

Zu den Marktführern im Bereich Instant Messanging gehören AOL , MSN und Yahoo . Letzterer hat vor ein paar Tagen den Online-Musikshop Musicmatch übernommen ( wir berichteten ). Experten sehen in dieser Übernahme und in den Verlautbarungen unternehmensnaher Personen nun Indizien dafür, dass Yahoo aber auch AOL und MSN schon bald Musiktauschbörsen in ihre Instant Messanger integrieren könnten. Das berichtet der US-amerikanische Nachrichtendienst Cnet in seiner gestrigen Ausgabe.

Das Szenario könnte demnach so aussehen: Nutzer der offerierten IMs könnten nicht nur chatten und Radio hören, sie könnten auch ihre persönlichen Playlists einsehen und anhören und bei Gefallen einen Song über den angebundenen Online-Musikshop erwerben. Zu gute würde den drei Internet-Giganten dabei ihre Bekanntheit und Verbreitung kommen, so ein Mitarbeiter bei Yahoo, der anonym bleiben wollte. So nutzen laut einer Untersuchung von Nielsen/Netratings aus dem August allein in den USA rund 18 Millionen Surfer den IM von Yahoo. Über den Instant Messanger von AOL und MSN kommunizieren sogar rund 28 Millionen Menschen. Zudem verbringen die US-amerikanischen Nutzer bis zu fünf Stunden täglich mit Chatten per IM.

Apple mit seinem sehr erfolgreichen Musikshop iTunes muss sich also warm anziehen. Sollten die Pläne umgesetzt werden - MSN testet bereits eine Tauschbörsen-Anbindung an seinen Instant Messanger (siehe Bild) - könnte die Firma mit dem Apfel einige seine Marktanteile verlieren. Jedoch hat bei den Vorhaben von AOL, MSN und Yahoo die Musikindustrie auch noch ein Wörtchen mitzureden.

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