Experte: Software-Patente eine Gefahr für Linux

Donnerstag den 07.08.2003 um 10:27 Uhr

von Markus Pilzweger

Die größte Bedrohung für Linux stellen nicht bekannte Gegner wie Microsoft oder SCO dar, sondern kommen aus dem eigenen Lager. Genauer von Seiten der größten Unterstützer des freien Betriebssystems. Die erklärte der Open-Source-Experte Bruce Perens auf einer Pressekonferenz auf der derzeit stattfindenden Linuxworld.
Die größte Bedrohung für Linux stellen nicht bekannte Gegner wie Microsoft oder SCO dar, sondern kommen aus dem eigenen Lager. Genauer von Seiten der größten Unterstützer des freien Betriebssystems. Die erklärte der Open-Source-Experte Bruce Perens auf einer Pressekonferenz auf der derzeit stattfindenden Linuxworld in San Francisco.

Der Mitbegründer der so genannten "Open Source Initiative" hob drei Unternehmen namentlich hervor: IBM, Red Hat sowie Hewlett-Packard.

"SCO ist nichts im Vergleich zu der Bedrohung in Form von Software-Patenten, der sich Open-Source-Entwickler stellen müssen; ein Kampf, den wir verlieren werden", sagte Perens. Er verwies auf das laufende Gesetzgebungsverfahren des europäischen Parlaments, das erstmalig Software-Patente in der EU erlauben wird. In den USA werden derartige Patente seit den 80er Jahren vergeben.

Perens zeigte sich besorgt darüber, dass Linux-Entwickler, die Standard-Technologien in ihre Programme integrieren - beispielsweise Protokolle, die von der "Internet Engineering Task Force" als Internet-Standard definiert sind - der Gefahr ausgesetzt sind, aufgrund in diesen Standards enthaltener patentierter Technologien verklagt zu werden.

Donnerstag den 07.08.2003 um 10:27 Uhr

von Markus Pilzweger

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