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Raubkopierer schaden auch Open-Source-Bewegung

25.07.2008 | 10:22 Uhr |

Raubkopien sind nicht nur ein Problem für Hersteller proprietärer Software und die Spiele-, Musik- und Filmindustrie. Die Verbreitung und Nutzung schadet auch der Open-Source-Bewegung.

Darauf machte Louis Suarez-Potts, Community Manager bei Sun für das Openoffice.org-Projekt, bei einer Diskussion auf der 10ten O'Reilly Open Source Convention aufmerksam. Suarez-Potts verwies darauf, dass Anwender, die für einen Zweck gestohlene Software nutzen, der Open-Source-Bewegung dadurch schaden, dass sie keine Open-Source-Software nutzen, die ebenfalls für diesen Zweck geeignet wäre. Für die Entwickler der betreffenden Open-Source-Software sei damit der betreffende Anwender eine verlorene Gelegenheit, einen neuen Anwender zu gewinnen.

"Piraterie schadet Open-Source, weil Open-Source die Leute darum bittet, eigenen Code beizusteuern, aber die Leute sagen 'warum soll ich helfen? Ich habe Microsoft Office schon gratis", sagte Suarez-Potts.

Laut Angaben von Suarez-Potts würden auch immer mehr nationale Regierungen erkennen, dass auch ihnen die Raubkopierer schade, weil ihre Bürger zu Konsumenten gestohlener Technologien würden, anstatt sich aktiv in Open-Source-Communities einzusetzen, die dabei helfen, dass Menschen technologische Fähigkeiten erwerben, von denen die gesamte Gesellschaft profitiert. Daher sollte es auch ein wichtiges Anliegen für den Staat sein, die Software-Piraterie zu bekämpfen, um die Innovation und die Kreativität in dem Land zu steigern und durch Open-Source-Entwicklungen für mehr Arbeit und Wohlstand zu sorgen.

Dabei verwies Suarez-Potts auch auf den Trend in China, Indien und in den Ländern Latein-Amerikas, wo Open-Source eine immer größere Rolle spiele und sich das positiver auf die Gesellschaft auswirkt und auswirken werde, als die Verbreitung von Raubkopien.

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