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Experiment: Das machen sechs Affen einen Monat lang mit einem PC

12.05.2003 | 13:34 Uhr |

Eine Theorie besagt, dass es "nur" eine unendliche Anzahl von Affen benötigt, denen eine unendliche Anzahl von Schreibmaschinen vor die Nase gesetzt werden muss, damit letztendlich (nach unendlich langer Zeit) ein Werk von Shakespeare dabei herauskommt. Forscher, der englischen "Plymouth University" wollten herausfinden, was tatsächlich geschieht, wenn Affen zu literarischen Ergüssen gezwungen werden. Sie setzten sechs Makaken-Affen in einem Zoo einen Monat lang einen Computer vor die Nase und warteten ab, was passiert.

Eine Theorie besagt, dass es "nur" eine unendliche Anzahl von Affen benötigt, denen eine unendliche Anzahl von Schreibmaschinen vor die Nase gesetzt werden muss, damit letztendlich (nach unendlich langer Zeit) ein Werk von Shakespeare dabei herauskommt. Forscher, der englischen "Plymouth University" wollten herausfinden, was tatsächlich geschieht, wenn Affen zu literarischen Ergüssen gezwungen werden. Sie setzten sechs Makaken-Affen in einem Zoo einen Monat lang einen Computer vor die Nase und warteten ab, was passiert.

Nach Ablauf des Experiments hatten Elmo, Gum, Heather, Holly, Mistletoe und Rowan - so die Namen der Affen - kein einziges Wort getippt, stattdessen nur seitenlang den Buchstaben "S" in die Tastatur gehackt und ab und zu ein "A", "J", "M" oder "L" eingestreut. Der Forscher Mike Phillips nahm es mit Humor und sagte "Ganz klar - Englisch ist nicht ihre Muttersprache."

Die ersten Schritte, bis sich die Affen überhaupt an die Tastatur trauten, waren beschwerlich. Das Oberhaupt der Affengruppe versuchte sich als Erster - allerdings nur bewaffnet. Er nahm einen Stein und hämmerte ununterbrochen auf den Computer ein. Danach traute sich dann auch der Rest der Horde an den PC und konzentrierte seine Aufmerksamkeit auf die Tastatur. Die sechs Affen nutzen diese als Toilette und urinierten darauf.

Erst später begannen die Affen, mit den Fingern die Tastatur zu bearbeiten und die Buchstabenreihen zu tippen. Mit dem bereits erwähnten Ergebnis. Ganz erfolglos war das Experiment dennoch nicht, denn es habe gezeigt, dass die Affen "nicht vom Zufall gesteuert werden und komplexer sind", resümierte Phillips. "Sie waren sehr interessiert am Bildschirm und sie erkannten, dass wenn sie einen Buchstaben tippten etwas geschah. Es steckte ein gewisser Grad an Absicht dahinter", so Phillips.

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