27.10.2011, 18:02

Michael Söldner

Expansion

Facebook plant Server-Farm am Polarkreis

©facebook.com

Das soziale Netzwerk Facebook will eine Außenstelle mit Servern am Polarkreis eröffnen. Der Stromverbrauch soll dem einer Kleinstadt mit 50.000 Einwohnern entsprechen.
Facebook will erstmals auch außerhalb der USA eine Server-Farm eröffnen. Die Wahl für den neuen Standort fiel auf Luleå in Nordschweden, nah am Polarkreis. Durch das klirrend kalte Klima könnten die Rechner vor Ort mit Luft gekühlt werden, die jährliche Durchschnittstemperatur in dieser Region liegt bei 2 Grad Celsius und eignet sich daher besonders gut für die Server-Farmen, die eine enorme Hitze abgeben.

In Luleå sollen drei riesige Server-Hallen mit einer Größe von elf Football-Feldern entstehen. Trotz der Tatsache, dass Facebook seine Rechenzentren nur mit der Umgebungsluft kühlen kann, werden trotzdem 120 Megawatt für den Betrieb der Computer benötigt. Dies entspricht dem Stromverbrauch von 16.000 Haushalten und dürfte mit jährlichen Kosten von 52 Millionen Euro verbunden sein.
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Der für das Rechenzentrum nötige Strom soll komplett mit erneuerbarer Energie abgedeckt werden, die von einem nahegelegenen Wasserkraftwerk geliefert wird. Die Betreiber des Kraftwerks sehen keine Probleme im enormen Energiehunger des neuen Facebook-Standorts, schließlich würde der Staudamm doppelt so viel Strom liefern wie der Hoover Damm in den USA.

Google ist seit 2009 ebenfalls in Skandinavien ansässig und betreibt eine Server-Farm in Finnland. Microsoft hatte ebenfalls Pläne für einen Standort in Sibirien, konnte den hierzu notwendigen Vertrag jedoch nie abschließen.
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