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Samsung liefert S8500 Wave mit Malware aus

04.06.2010 | 14:55 Uhr |

Samsung hat die erste Charge seines neuen Smartphone Wave in Deutschland mit einer infizierten Speicherkarte ausgeliefert. Auf der beigelegten microSD-Karte befindet sich ein Trojanisches Pferd.

Es passiert immer wieder: Hersteller liefern Geräte aus, die einen Schädling enthalten. Jüngstes Beispiel einer langen Serie ist der südkoreanische Elektronik-Konzern Samsung. Sein neues Smartphone S8500 Wave bringt nicht nur das selbst entwickelte Betriebssystem "bada" mit sondern hat auch Malware an Bord.

Michael Oryl, Betreiber von MobileBurn , berichtet über ein Exemplar des S8500, das er erhalten hat. Auf der beigelegten, 1 GB fassenden microSD-Speicherkarte hat er nicht nur eine autorun.inf-Datei gefunden sondern auch eine durch diese zu startende Programmdatei. Bei dieser handelt es sich um einen Schädling, der von Antivirusprogrammen, wenn überhaupt, mit generischen Namen wie "W32/Heur" oder "Trojan.Generic.3932466" erkannt wird.

Der Schädling infiziert nicht das Smartphone. Doch wenn das Mobiltelefon per USB an einen Windows-PC angeschlossen wird, dessen Autorun-Funktion nicht deaktiviert ist, kann die Malware auf diesem installiert werden. Infizierte Speicherkarten sind daran zu erkennen, dass im Hauptverzeichnis die Dateien "aUtoRuN.iNF" und "slmsrv.exe" zu finden sind.

Samsung hat inzwischen bestätigt, dass einem Teil der ausgelieferten Wave-Geräte eine infizierte Speicherkarte beiliegt. Betroffen sei jedoch nur die erste Lieferung für den deutschen Markt. Weitere Chargen in Deutschland und alle anderen weltweit sollten virenfrei sein. Wie der Schädling auf die Speicherkarte gelangen konnte, bleibt wie so oft im Dunkeln.

Im März war bekannt geworden, dass Vodafone etliche Exemplare des HTC Magic mit einer infizierten Speicherkarte ausgeliefert hat.

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