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Ex oriente lux: Wagniskapital für Alea und Spreadshirt

20.07.2006 | 10:37 Uhr |

Zwei vielversprechende E-Commerce-Unternehmen erhalten Geld für die Expansion

Die Firmen Alea und Spreadshirt haben in dieser Woche eine Geldspritze von Risikokapitalgebern erhalten. Beiden Unternehmen ist gemein, dass sie eine interessante Strategie verfolgen: Während Alea eine neue E-Commerce-Software für den Versandhandel mit finanzieller Unterstützung von potenziellen Kunden entwickelt, hat sich Spreadshirt innerhalb kürzester Zeit aus dem Nichts zu einem Schwergewicht im Online-Handel mit bedruckbaren Merchandising-Artikeln gemausert und zudem diverse Auszeichnungen eingeheimst. Ferner setzen beide Firmen konsequent auf Open-Source-Produkte.

An Spreadshirt beteiligt hat sich der internationale Risikokapitalgeber Accel Partners . Das Volumen des Deals wurde nicht genannt, gedacht sei die Investition für die Finanzierung des Wachstums. Spreadshirt bietet neben dem Vertrieb von individuell erstellbaren T-Shirts, Caps, Trikots sowie bis zu 70 anderen Merchandising-Artikeln auch die Möglichkeit, dass Organisationen jedweder Couleur kostenlos einen "eigenen" Shop auf Basis der Spreadshirt-Plattform errichten. Dem Bekunden nach hat das Unternehmen bereits 150.000 Shop-Partner, darunter Firmen, Bands, Vereine, Künstler und Privatpersonen.

Die im Jahr 2002 in Leipzig gegründete Firma beschäftigt derzeit rund 230 Mitarbeiter und macht Geschäfte in über zehn Ländern. Anfang des Jahres hatte der Mitgründer des Unternehmens, Lukasz Gadowski, gegenüber der CW darauf verwiesen, dass Spreadshirt komplett ohne Fremdkapital ins Leben gerufen wurde - was sicherlich zum großen Teil daran gelegen hat, dass Banken und Investoren das Risiko als unkalkulierbar erschien. Zudem wollte im Jahr 2002 "niemand etwas vom Internet hören", so Gadowski. Nach dem raschen Erfolg von Spreadshirt meldeten sich prompt Geldgeber, was der Mitgründer damals als "verlockend" bezeichnete.

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