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Ex-Hacker Schmitz in München verhaftet

22.01.2002 | 09:54 Uhr |

Der von Thailand an Deutschland ausgelieferte Ex-Hacker Kim Schmitz ist am Dienstagmorgen am Münchner Flughafen verhaftet worden. Der 28-Jährige sei pünktlich um 7.35 Uhr mit dem Lufthansa-Flug LH 114 gelandet, bestätigte ein Flughafensprecher. Kurios: Scheinbar wähnt sich Schmitz auf den Spuren des Sängers "Prince", denn auf seiner Website gab Schmitz nun seine Namensänderung bekannt.

Der von Thailand an Deutschland ausgelieferte Ex-Hacker Kim Schmitz ist am Dienstagmorgen am Münchner Flughafen verhaftet worden. Der 28-Jährige sei pünktlich um 7.35 Uhr mit dem Lufthansa-Flug LH 114 gelandet, bestätigte ein Flughafensprecher.

Schmitz sollte anschließend in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim gebracht werden, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Manfred Wick mit. Gegen Schmitz liegt ein Haftbefehl der Münchner Justiz vor.

Der 28-Jährige soll durch betrügerischen Insider-Handel mit Aktien des Internet-Unternehmens Letsbuyit.com einen Gewinn von mehr als 1,1 Millionen Euro eingestrichen haben. Er war vor den deutschen Behörden am 11. Januar nach Bangkok geflohen, wo er am vergangenen Freitag in einem Luxushotel festgenommen wurde. Am Montagabend (Ortszeit) war er von Bangkok nach Frankfurt am Main gebracht und von dort am Dienstagmorgen in die bayerische Landeshauptstadt geflogen worden.

Auf seiner Homepage gab Schmitz vor einigen Tagen an, am Montagabend um 17.30 Uhr von uns gehen zu wollen. Auf schwarzem Grund prangte ein Grabstein, auf dem seine "Selbstmord"-Absichten eingraviert waren. "Genug ist genug. Kim Schmitz wird nächsten Montag (21.02., Anm. d. Red.) sterben."

Der "Übergang in eine neue Welt" sollte für die Netzvoyeure unter uns live und kostenlos über die Bühne gehen. Heute nun ist das Geheimnis um Schmitz' Abgang gelüftet. Scheinbar plagen den Exzentriker mehr als nur Geldprobleme, denn der Ex-Hacker hat sich schlicht umbenannt. Kim Schmitz heißt ab sofort "His Royal Highness, King Kimble the First".

Kim Schmitz soll ausgeliefert werden (PC-WELT Online, 21.01.2002)

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