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Pokémon Go - Vorsicht Malware!

11.07.2016 | 15:49 Uhr |

Die Ingress-Entwickler von Niantic entwickelten zusammen mit Nintendo ein neues Pokémon-Game, das in der echten Welt spielt.

Update 11.07.2016: Vorsicht vor Malware!

Noch immer wartet Europa auf den offiziellen Release der Pokémon-Go-App. Dieser soll zwar in den nächsten Tagen erfolgen, doch neidische Blicke über den großen Teich auf die USA und Australien neben Japan motivieren den einen oder anderen, sich die APK für Android nicht aus Google Play zu holen, sondern von irgendwo aus dem Netz. Das kann ein Problem werden - Berichte warnen vor Malware-verseuchten Versionen von Pokémon Go.

Ein bereits gesichtetes Anhängsel der Android-APK der Pokémon-App ist DroidJack, das heimlich ein Hintertürchen für Hacker öffnet, wenn der User sich die App installiert.

So schützen Sie sich: Meiden Sie unseriöse Quellen. Vergleichen Sie vor der Installation die Berechtigungen Ihrer APK mit der offiziellen App in Google Play - sie müssen identisch sein. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, warten Sie noch bis zum offiziellen Release.

Update 06.07.2016: Pokémon Go ist erschienen

Zumindest Android-Nutzer können Pokémon Go in Google Play bereits herunterladen. iPhone-Nutzer müssen derzeit in Deutschland noch warten - in anderen Ländern ist die iOS-App bereits verfügbar. Die Android-App startet mit durchschnittlich 4,1 von 5 Sternen bei knapp 1.300 Bewertungen. Sie setzt Android 4.4 oder höher voraus und ist kostenlos. In-App-Käufe gibt es ab 99 Cent.

Ursprüngliche Meldung:

Für ihr neuestes Werk "Pokémon Go" hat "The Pokémon Company" eigens eine Presse-Konferenz mit prominenten Gästen (unter anderem der Super-Mario-Schöpfer Shigeru Miyamoto von Nintendo) einberufen. Würde es sich um eines der zahlreichen weiteren Mobile-Games aus dem Pokémon-Universum handeln, würden Sie diese News vielleicht gar nicht auf pcwelt.de lesen. Aber schon allein der Entwickler des Games lässt aufhorchen: Pokémon Go wird von Niantic entwickelt, ein ehemaliges Google-Startup, das für Googles AR-Spiel Ingress bekannt ist. Niantic wurde erst im Zuge von Googles Restrukturierung (Alphabet Inc.) im August 2015 vollständig unabhängig.

Ähnlich wie in Ingress ist der Spieler von Pokémon Go in der realen Welt unterwegs. Aber ganz anders als im Google-Spiel sammelt man Pokémon, um sie gegen die anderer Spieler antreten zu lassen. Die kleinen Monster werden in bester Augmented-Reality-Manier über das Spiel im Kamera-Bild des Smartphones eingeblendet. Und zwar an ausgewählten mit GPS markierten Orten. Doch das ist noch nicht alles.

Pokémon Go Plus: Wearable vorgestellt

Gleichzeitig wurde Pokémon Go Plus angekündigt. Dabei handelt es sich um so etwas wie eine von Nintendo gebaute Bluetooth-Smartwatch, vergleicht The Verge das Wearable. Es ist ein Anstecker in Pokéball-Form (mit solchen rot-weißen Bällen werden die Pokémon gefangen). Den Anstecker kann man auch an einem Armband tragen. Wenn man das Gadget trägt und auf dem Weg ins Büro ein Pikachu auf der Bank in der U-Bahn-Station sitzt, soll sich der Anstecker durch Blinken und Summen bemerkbar machen. Auch ohne Griff zum Smartphone.

Pokémon Go Plus - ein Bluetooth-Anstecker, der versteckte Pokémon findet
Vergrößern Pokémon Go Plus - ein Bluetooth-Anstecker, der versteckte Pokémon findet
© The Pokemon Company

Der Preis des Plus-Ansteckers ist noch unbekannt. Die App "Pokémon Go" soll aber gratis sein und sich über In-App-Käufe finanzieren. Erscheinungsdatum: irgendwann nächstes Jahr. Für welche Smartphones die App bereitstehen wird, ist noch unklar. Mit iOS und auch Android ist aber zu rechnen. Wenn auch vielleicht nicht gleichzeitig. So kam die Ingress-Version für iOS auch mit saftiger Verspätung auf den Markt.

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