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Ex-Datenschützer von Microsoft traut Microsoft nicht mehr

01.10.2013 | 10:41 Uhr |

Jahrelang war Caspar Bowden bei Microsoft für Datenschutzrichtlinien verantwortlich. Im Zuge der Prism-Enthüllungen sagte er nun, dass er Microsoft nicht vertraue.

Die britische Zeitung The Guardian zitiert den Datenschutz-Experten Caspar Bowden mit den Worten: "Ich traue Microsoft jetzt nicht (mehr)." Bowden ist nicht irgendwer, denn er war von 2002 bis 2011 als Chief Privacy Advisor bei Microsoft für die in 40 Ländern geltenden Datenschutzrichtlinien verantwortlich.

Im Interview mit der Zeitung erklärte Bowden, dass er von Microsofts Beteiligung an dem Abhörprogramm Prism nichts gewusst habe.  Microsoft weist eine solche Beteiligung zurück. Dennoch erklärte Bowden gegenüber der Zeitung, dass er nur noch Open-Source-Programme nutze und zum Schutz seiner Privatsphäre sogar sein Telefon weggeschmissen habe. Die Öffentlichkeit, so Bowden, müsse sich Gedanken darüber machen, in wie weit man darauf vertrauen könne, dass die Entscheidung der NSA objektiv getroffen werden.

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