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Europäisches Parlament fordert Google-Aufspaltung

27.11.2014 | 17:15 Uhr |

Das EU-Parlament will Googles Suchmaschinen-Geschäft von anderen Konzernbereichen abspalten.

Google stand in den vergangenen Jahren in Europa immer wieder in der Kritik. Konkurrenten und Wettbewerbshüter bemängelten unter anderem die umstrittenen Steuerpraktiken des Konzerns oder den mangelnden Schutz der Privatsphäre von Google-Nutzern im Internet. Auch der mögliche Missbrauch von Googles Marktmacht steht immer wieder zur Diskussion.

Um die Marktmacht von großen Internet-Konzernen wie Google zu brechen, trieben der spanische Abgeordnete Ramon Tremosa und der deutsche CDU-Abgeordnete Andreas Schwab in den vergangenen Monaten eine Resolution im Europäischen Parlament voran – mit Erfolg. In dieser Woche stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten in einer nicht bindenden Resolution dafür, Googles Suchmaschinengeschäft von anderen Konzernbereichen abzuspalten, sollte die Marktmacht des Unternehmens zu groß werden.

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Das teilte Tremosa heute über den Micro-Blogging-Dienst Twitter mit. Die EU-Kommission, die eine entsprechende Lösung umsetzen könnte, muss sich zwar nicht an das Votum halten. Die Entscheidung der Abgeordneten setzt die Kommission nun jedoch stärker unter Druck, gegen Google vorzugehen.

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