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Europäische Firmen nehmen IT-Sicherheit nicht ernst genug

22.07.2005 | 13:49 Uhr |

IT-Sicherheit hat bei Unternehmen in Europa noch zu wenig Priorität, aber es wird besser.

Die Sicherheit von Anwendungen und Geschäftsprozessen sowie der Schutz gespeicherter Daten haben bei Unternehmen in West-Europa nicht den Stellenwert, der notwendig wäre. Zu diesem Ergebnis kommt eine Reihe von Studien, die das Marktforschungsunternehmen IDC durchgeführt hat. Bisherige Ansätze sind demnach Flickwerk und nicht vorausschauend genug.

Der Leiter des europäischen Forschungsprogramms bei IDC, Thomas Raschke, sieht jedoch ein wachsendes Bewusstsein für IT-Sicherheit in den Führungsetagen. Der Schutz ihrer digitale Werte stelle für die meisten Unternehmen eine echte Herausforderung dar. In vielen Unternehmen setze sich aber die Erkenntnis durch, dass ein ganzheitlicher Ansatz bei der Sicherheit nicht nur eine schöne Sache ist, sondern vielmehr ein überlebenswichtiger Bestandteil jeder erfolgreichen Geschäftsstrategie.

Nach Raschkes Ansicht ist zu erwarten, dass die Unternehmen in West-Europa in den nächsten Jahren eine Abkehr von einem rein reaktiven Verhalten vollziehen. Statt nur auf bekannt gewordene Vorfälle und Schwachstellen zu reagieren, werden zukünftige Strategien zur Absicherung der IT-Systeme auch voraus schauen sowie alle Teilaspekte einbeziehen.

Dazu bedürften die Unternehmen der fachlichen Unterstützung durch Anbieter von Sicherheitslösungen, so Raschke. Bis 2009 erwartet IDC durch Investitionen in die IT-Sicherheit eine Umsatzsteigerung bei den Sicherheitsanbietern auf bis zu fünf Milliarden Euro.

Nach Ansicht von Sicherheitsfachleuten liegt der Grund für die heutige Situation auch darin, dass Anwendungen nicht bereits unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten entwickelt wurden. Hätte man dies getan, wären die meisten Sicherheitslösungen nicht notwendig, die heute zum Schutz unsicherer Systeme an allen Ecken installiert werden.

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