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EuGH-Urteil: PC-Käufer müssen vorinstallierte Software akzeptieren

07.09.2016 | 13:56 Uhr |

Laut einem aktuellen EuGH-Urteil ist es rechtens, dass PC-Käufer vorinstallierte Software akzeptieren und mitbezahlen müssen.

Vor wenigen Monaten reichte ein PC-Käufer aus Frankreich Klage gegen Sony ein. Stein des Anstoßes war die auf der Hardware vorinstallierte Software, die der Kläger weder akzeptieren noch mitbezahlen wollte. Er forderte die Rückerstattung des Geldwertes dieser Programme.

Das zuständige französische Gericht zog in dieser Frage den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu Rate, der heute sein Urteil verkündete. Laut dem EuGH sei die Vorinstallation von Software seitens der Hardware-Hersteller keine unlautere Geschäftspraxis, wenn dadurch das wirtschaftliche Verhalten der Verbraucher nicht beeinflusst werde. Verbraucher hätten lediglich die Wahl, die vorinstallierte Software zu akzeptieren oder die Hardware nicht zu kaufen.

Bei Verbraucherschützern steht derartige Software schon lange in der Kritik. Meist handelt es sich um Testversionen, die später kostenpflichtig werden. In schlimmeren Fällen kann die Software auch zum Einfallstor für Hacker werden. Traurige Berühmtheit hat der Lenovo-Fall errungen - vorinstallierte Software hatte eine schwere Sicherheitslücke.

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