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Erwischt: Microsoft beschlagnahmt 90.000 Raubkopien

10.05.2002 | 12:10 Uhr |

Im vergangenen Jahr konnte Microsoft mehr als 90.000 Raubkopien seiner Produkte identifizieren und beschlagnahmen lassen. Zu den "Favoriten" bei den Fälschern gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr Windows 98, Windows NT, Windows 2000 und Office 97.

Im vergangenen Jahr konnte Microsoft mehr als 90.000 Raubkopien seiner Produkte identifizieren und beschlagnahmen lassen. Zu den "Favoriten" bei den Fälschern gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis Ende März) Windows 98, Windows NT, Windows 2000 und Office 97.

Laut Microsoft hat sich die Qualität der Fälschungen verbessert. "Viele Produkte sind auf Anhieb nicht als Raubkopien zu erkennen", so das Softwareunternehmen in einer offiziellen Mitteilung . Allerdings handelte es sich mit 83 Prozent bei der Mehrheit der beschlagnahmten Software nicht um Komplettfälschungen, sondern um manipulierte Softwarepakete.

Unter die Bezeichnung "manipulierte" Softwarepakete fallen solche Pakete, bei denen Bestandteile einzeln verkauft wurden (beispielsweise Original-Handbücher) oder bei denen originale Komponenten mit gefälschten kombiniert werden. "Auf diese Weise kann ein Händler mit großem Gewinn aus einem Originalprodukt mehrere neue Produkte generieren", so Microsoft.

"Wir freuen uns, dass unser Engagement im Kampf gegen Softwarepiraterie langsam Früchte trägt", erklärt Wolfgang Ebermann, Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft. "Die hohe Anzahl der aufgedeckten Fälschungen und Manipulationen zeigt zwar einerseits, wie akut das Problem nach wie vor ist. Sie bedeutet aber auch, dass das Leben für Softwarepiraten erheblich gefährlicher geworden ist", so Ebermann.

Microsoft setzt auf Testkäufe gegen schwarze Händlerschafe (PC-WELT Online, 24.04.2002)

Internationaler Software-Piratenring zerschlagen (PC-WELT Online, 22.04.2002)

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