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Erstes offizielles Raspberry Pi Starter Kit erschienen

09.09.2016 | 15:21 Uhr |

Die Raspberry Pi Foundation feiert zehn Millionen verkaufte Raspberry Pi. Und legt das erste offizielle Raspberry Pi Starter Kit auf. Für Sammler und Nerds das perfekte Geschenk.

Anfang 2012 startete der Verkauf des Mini-Computers Raspberry Pi. Seit damals hat der Raspberry eine atemberaubende Karriere gemacht, immer neues Zubehör kam für den kleinen Rechner auf den Markt und unzählige Bastelprojekte sind rund um den pfiffigen Winzling entstanden. In der Regel läuft der Raspberry Pi mit einem angepassten Linux wie Raspbian, aber auch Windows 10 läuft mittlerweile auf dem Ein-Platinen-Rechner. Und der Erfolg geht immer weiter.

Jetzt meldet die Raspberry Pi Foundation zehn Millionen verkaufte Raspberry Pi.

Passend zu dieser runden Zahl haben die Projektverantwortlichen ein offizielles Raspberry Pi Starter Kit aufgelegt. In der weißen Schachtel befinden sich:
* Ein Raspberry Pi 3 Model B
* Eine 8 GB NOOBS SD-Karte
* Ein offizielles Gehäuse
* Ein offizielles 2,5A-Netzteil, das sich global anschließen lassen soll
* Ein offizielles 1 Meter langes HDMI-Kabel
* Optische Maus samt Tastatur
* Ein Adventures-in-Raspberry-Pi-Foundation-Edition-Buch: Eine Programmieranleitung für den Mini-PC

Das Starter Kit gibt es zunächst aber nur in Großbritannien für 99 Pfund (zirka 117,23 Euro) zuzüglich Steuer. In den nächsten Wochen soll das Starter Kit aber auch weltweit angeboten werden.

Raspberry Pi vs. Arduino

Wenn es um IT-Bastelprojekte geht, dann ist neben dem Raspberry Pi auch oft vom Arduino die Rede. Beides sind jedoch keine direkten Konkurrenten, sondern richten sich an unterschiedliche Nutzergruppen.

Der Raspberry Pi ist vereinfacht gesagt ein geschrumpfter Rechner, auf dem immer ein Betriebssystem läuft, wie man es auch von einem großen PC kennt. Mit einer grafischen Oberfläche lässt sich der Raspberry Pi wie ein gewöhnlicher Computer bedienen. Er eignet sich für für überschaubare Projekte wie ein Netzwerk-Sniffer oder zur Wohnungsüberwachung oder als Server, NAS oder Medien Center. Viele Projekte kann man mit dem Raspberry Pi ohne Lötkolben realisieren.

Arduino dagegen ist ein direkt programmierbarer Microcontroller mit analogen und digitalen Anschlüssen. Auf Arduino läuft kein Betriebssystem, sondern immer ein konkretes Programm, das man mit der Arduino-Entwicklungsumgebung in der C-ähnlichen Programmiersprache von Arduino programmiert. Dieses Arduino Processing stellt sich dem Anwender als eine Mischung aus C und C++ dar. Letztendlich kann man mit C-Kenntnissen problemlos in Processing drauf los coden. Und ergänzend kann man Arduino auch in klassischem C programmieren – dafür gibt es von Atmel die entsprechenden Referenzen und Tools. Mittlerweile gibt es sogar Bücher, die den Einstieg in C anhand von Arduino lehren. Und ein Teil der Bibliotheken von Arduino ist ebenso in C wie in C++ geschrieben.

Mit Arduino befindet man sich technisch also näher an der Hardware und am Quellcode. Arduino kann immer nur ein einziges Programm ausführen, es gibt kein Betriebssystem, keine Bedien-Oberfläche und kein Multitasking. Wer mit Arduino arbeiten will, muss zwangsläufig programmieren.

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