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Erstes Fazit im Microsoft-Verfahren

18.05.2001 | 13:04 Uhr |

In der Auseinandersetzung zwischen dem US-Justizministerium und Microsoft ist zwar noch kein Ende in Sicht, aber zur Bedeutung des Falls für die amerikanische Rechtsgeschichte gibt es schon erste Meinungen: Kein Antitrust-Fall schritt jemals schneller voran.

In der Auseinandersetzung zwischen dem US-Justizministerium und Microsoft ist zwar noch kein Ende in Sicht, aber zur Bedeutung des Falls für die amerikanische Rechtsgeschichte gibt es schon erste Meinungen: Kein Antitrust-Fall schritt jemals schneller voran.

Zu diesem Fazit kommen Rechtsexperten nach drei Jahren juristischen Manövrierens und dem "Verschleiß" von zwei Generalstaatsanwälten vor Gericht. Obwohl im Vorfeld viel über eventuelle Verzögerungs-Taktiken spekuliert wurde, ist bisher kein Fall dieser Art derart schnell verhandelt worden.

Bill Kovacic, Professor an der George Washington University Law School, kommentierte den Microsoft-Prozess gar mit den Worten "dieses Tempo ist für einen Antitrust-Fall Lichtgeschwindigkeit". Zum Vergleich: Antitrust-Verfahren gegen IBM oder AT & T dauerten bis zu zwölf Jahre.

So lang werden die Beteiligten aber wohl nicht mehr warten müssen: Nach vorsichtigen Schätzungen wird sich die gerichtliche Auseinandersetzung im Höchstfall noch zwei Jahre hinziehen. Eine Entscheidung der Instanz, die momentan mit dem Fall beschäftigten ist, kann tagtäglich erfolgen.

PC-WELT Report: Microsoft und die Justiz

Microsoft darf über Richter Jackson reden (PC-WELT Online, 07.02.2001)

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