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Erster "Weltgipfel für die Informationsgesellschaft" steht an

15.09.2003 | 14:37 Uhr |

Bis zum Jahr 2005 sollen weltweit alle Universitäten und Krankenhäuser und bis 2010 alle Dörfer, Gesundheitszentren und Mittelschulen Zugang zu Information und Kommunikation über Radio, Telefon oder Internet haben. Das sieht der Entwurf eines Aktionsplanes für den ersten "Weltgipfel für die Informationsgesellschaft" vom 10. bis 12. Dezember in Genf vor.

Bis zum Jahr 2005 sollen weltweit alle Universitäten und Krankenhäuser und bis 2010 alle Dörfer, Gesundheitszentren und Mittelschulen Zugang zu Information und Kommunikation über Radio, Telefon oder Internet haben. Das sieht der Entwurf eines Aktionsplanes für den ersten Weltgipfel für die Informationsgesellschaft vom 10. bis 12. Dezember in Genf vor. Mehr als 1900 Delegierte aus 143 Ländern sind am Montag in Genf zum letzten Vorbereitungstreffen zusammengekommen, um über die Entwürfe des Aktionsplanes und einer Erklärung zur Informationsgesellschaft zu beraten.

Zu den weiteren Zielen des Informationsgipfels gehört, dass die gesamte Weltbevölkerung bis zum Jahr 2010 Zugang zu nationalen Radioprogrammen und bis 2015 auch zum Fernsehen hat. Bis 2010 sollen auch alle technischen Voraussetzungen geschaffen worden sein, damit alle Sprachen im Internet präsent sein und genutzt werden können.

Der Weltgipfel beschäftigt sich außerdem mit Sicherheitsproblemen in der Informationsgesellschaft, damit Cyber-Kriminalität wie das Hacken, die Verbreitung von Computer-Viren oder der Missbrauch von persönlichen Informationen verhindert werden können. Nach den Worten des Sprechers der "Internationalen Organisation für Telekommunikation" (ITU), Gary Fowlie, gibt es derzeit weltweit noch 1,5 Millionen Bürger die keinen Zugang zur Kommunikation beispielsweise über das Telefon haben.

Der Weltgipfel in Genf solle den immer größer gewordenen Unterschied zwischen jenen schließen, die Zugang oder keinen Zugang zum weltweiten Netzwerk der Information und Kommunikation wie beispielsweise das Internet haben. Diese "digitale Trennung" hat nach Angaben der ITU die vorhandene Lücke in der Entwicklung zwischen reichen und armen Ländern weiter verschärft und zu einer neuen Form des Analphabetismus geführt.

Jährlich 150 Millionen neue Surfer (PC-WELT Online, 19.11.2002)

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