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Erster Linux-Virus "in the wild"

22.05.2002 | 14:08 Uhr |

Viren und Würmer waren bisher nur für Benutzer von Windows-Rechnern ein Thema. Das war einmal. Jetzt hat es erstmals ein für das Open-Source-Betriebssystem entwickelter Virus in die Wildlist geschafft.

Viren und Würmer waren bisher nur für Benutzer von Windows-Rechnern ein Thema. Das war einmal. Jetzt hat es erstmals ein für das Open-Source-Betriebssystem entwickelter Virus in die Wildlist geschafft.

Die Wildlist listet alle Viren und Würmer auf, von denen tatsächlich eine Bedrohung ausgeht. Viren, die nur in abgekapselten Labors existieren, erscheinen nicht auf dieser Liste. "Linux/OSF.8759" gebührt der zweifelhafte Ruhm, als erster Linux-Virus den Sprung auf diese Liste geschafft zu haben. In der aktuellen Wildlist für Mai taucht er erstmals auf.

Der Linux-Virus wurde unter anderem auch in Deutschland verstärkt beobachtet, Details waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt."Linux/OSF.8759" ist zwar der erste Linux-Virus, der tatsächlich 'in freier Wildbahn' beobachtet wurde. Internet-Würmer für Linux gab es jedoch schon mehrere, darunter auch so einen kuriosen Vertreter wie "Ramen". Dieser Wurm spürte Sicherheitslöcher in Linux-Servern auf und installierte anschließend automatisch die erforderlichen Patches, um die Schwachstellen zu beseitigen (PC-WELT berichtete).

Mit der zunehmenden Verbreitung von Linux als Desktop-Betriebssystem wird sicherlich auch die Zahl der Viren steigen, die dieses Betriebssystem bedrohen. In der Open Source-Gemeinde gibt es jedoch bereits Projekte, mit denen Viren unter Linux ein Schnippchen geschlagen werden soll. Auf der folgenden Seite stellt PC-WELT Ihnen einige davon vor.

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