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Google Chrome verlässt Beta-Stadium

12.12.2008 | 08:59 Uhr |

Google hat die erste finale Version von Google Chrome veröffentlicht. Damit verlässt das Produkt nach nur drei Monaten das Beta-Stadium.

Update 13:20 Uhr: Wie schnell der Google-Browser wirklich ist, haben wir mittlerweile selbst getestet. In unserem Benchmark-Vergleich haben wir die finale Version von Google Chrome gegen Firefox, Internet Explorer, Safari und Opera antreten lassen. Die Ergebnisse unseres Tests lesen Sie hier.

So schnell verlassen bei Google in der Regel Applikationen und Dienste selten das Beta-Stadium: Erst Anfang September hatte Google den Browser Google Chrome in einer ersten Beta-Version vorgestellt . Knapp drei Monate später ist nun die erste finale Version des Browsers erschienen. Die Versionsnummer lautet und 1.0.154.36 und der Zusatz "Beta" wurde gestrichen.

Insgesamt 15 Mal musste Google den Browser aktualisieren, ehe nunmehr die erste finale Version erschienen ist. Google begründet das Verlassen des Beta-Stadiums damit, dass die Ziele erreicht worden seien, die man sich bei der Stabilität und der Performance des Browsers gesetzt habe. Weiterhin müsse aber noch viel Arbeit in den Browser gesteckt werden.

Den Entwicklern zufolge wurden seit der ersten Beta von Google Chrome nicht zuletzt mithilfe der zahlreichen Tester diverse Bugs und Probleme behoben. Außerdem wurde die integrierte Javascript-Engine V8 nochmals verbessert und soll nun bei der finalen Chrome-Version 1,5 Male schneller sein, als sie es noch bei der ersten Beta-Version war. Für die finale Version hat Google außerdem die Lesezeichen-Funktion verbessert und das Exportieren und Importieren von Lesezeichen vereinfacht.

Bleibt die Frage, wieso Google den Browser so ungewöhnlich schnell aus der Beta-Phase entlässt. Google Earth und Google Mail sind bzw. waren Beispiele dafür, dass Google neue Produkte gerne ziemlich lange im Beta-Stadium verweilen lässt. Eine Vermutung: Bisher konnte Google Chrome nur einen Marktanteil von einem Prozent ergattern, was damit zusammenhängen dürfte, dass viele Anwender einen im Beta-Stadium befindlichen Browser nicht nutzen wollen. Die erste finale Version könnte also für steigende Marktanteile sorgen.

Eine weitere Vermutung: Google hatte bei der Veröffentlichung der ersten Beta von Google Chrome angekündigt, dass das Unternehmen sein ganzes Gewicht für den neuen Browser einsetzen wird, sobald der Browser das Beta-Stadium verlassen hat. Das ist nunmehr geschehen, sodass zu erwarten ist, dass Google nunmehr fleißig die Werbetrommel für den Browser rühren wird.

Bisher ist Google Chrome nur für Windows-Rechner erhältlich. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass in naher Zukunft auch Versionen für MacOS X und Linux folgen werden. Zusätzlich sind schon diverse Verbesserungen für den Browser angekündigt worden, so soll Google Chrome beispielsweise künftig per Add-Ons erweiterbar sein und RSS-Feeds unterstützen.

Download: Google Chrome 1.0.154.36

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